Umweltschutz & Recycling
Was versteht man unter Nachhaltigkeit?
Das Prinzip "Nachhaltigkeit" bedeutet, dass die Bedürfnisse der heute lebenden Menschen nicht zu Lasten zukünftiger Generationen befriedigt werden dürfen. Natürliche Ressourcen werden demnach nur in dem Umfang genutzt, wie sie sich erneuern können. Auch Tetra Pak setzt sich weltweit für eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und die Schonung der Umwelt ein.
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Was ist nachhaltige Forstwirtschaft?
In nachhaltig bewirtschafteten Wäldern wird nie mehr Holz entnommen als nachwachsen kann. Auf diese Weise regeneriert sich der Wald immer wieder und das Ökosystem Wald bleibt bestehen. Die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes wird für künftige Generationen erhalten. Auch das Holz, das für die Herstellung von Tetra Pak-Kartons verwendet wird, stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft: aus Nutzwäldern in Skandinavien.
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Was bedeutet überhaupt "Recycling"?
Recycling ist die Rückführung gebrauchter Materialien (beispielsweise Verpackungen) in den Stoffkreislauf mit dem Ziel, die Abfallmenge zu vermindern und knappe Rohstoffe zu schonen. So wurden beispielsweise allein im Jahr 2010 rund 130.000 Tonnen leere Getränkekartons gesammelt und zur Herstellung neuer Produkte wiederverwertet.
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Sind Getränkekartons ökologisch vorteilhaft?
Ja, mit der offiziellen Ökobilanz des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2000 wurde der Getränkekarton als "ökologisch vorteilhafte Verpackung" definiert. Dies wurde auch so in die Verpackungsverordnung von 2005 übernommen. Das bedeutet: Der Getränkekarton ist pfandfrei und kann problemlos und haushaltsnah über den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne dem Recycling zugeführt werden.
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Was ist der Unterschied zwischen Einweg- und Mehrwegverpackungen?
Der Getränkekarton ist eine Einwegverpackung. Er wird nach seiner Leerung zu neuen Produkten recycelt. Aus den wiedergewonnenen Zellstofffasern werden beispielsweise zahlreiche Papierprodukte hergestellt. Mehrwegverpackungen, wie beispielsweise Pfandflaschen für Getränke oder Joghurtgläser, werden mehrmals befüllt und verkauft. Der Verbraucher erhält das Pfandgeld erstattet, wenn er dem Händler die leeren Verpackungen zurückbringt. Diese sind aber nicht zu verwechseln mit Einwegflaschen aus Plastik oder auch Getränkedosen, für die ebenfalls ein – höheres – Pfand gezahlt wird. Diese Einwegverpackungen werden nicht wieder befüllt, sondern direkt dem Recycling zugeführt.
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Sind Mehrwegflaschen umweltfreundlicher als Getränkekartons?
Produktes von der Herstellung bis zum Recycling berücksichtigen. Dies kann man am besten mit einer wissenschaftlich abgesicherten Ökobilanz. Offizielle Ökobilanzen des Umweltbundesamtes zu Getränkeverpackungen zeigen, dass die Umweltauswirkungen von Kartonverpackungen und Glasmehrwegsystemen vergleichbar sind, das heißt, zwischen der Glasmehrwegflasche und den Getränkekartons gibt es aus ökologischer Sicht ein Patt. Dies liegt zum einen an dem geringen Gewicht der Getränkekartons und ihrer besonders effektiven Stapelbarkeit beim Transport. Damit wird viel Platz gespart und der Einsatz von LKWs reduziert. Das spart Energie, verringert den Schadstoffausstoß und die Auswirkungen auf den Treibhauseffekt erheblich. Darüber hinaus wirkt es sich positiv aus, dass Einwegverpackungen im Gegensatz zu Mehrwegflaschen nicht gespült werden müssen und daher weder Trinkwasser noch Reinigungsmittel verbraucht werden.
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Warum gehören Getränkekartons nicht ins Altpapier?
Getränkekartons bestehen aus Kartonfasern, Kunststoff und Aluminium, die zu einem sogenannten Verbundmaterial zusammengefügt sind. Und Verpackungen aus Verbundmaterial sollten in der Gelbe Tonne gesammelt werden. Auf diese Weise werden die leeren Getränkekartons den Sammelsystemen des Dualen Systems zugeführt. Sie gelangen über die Sortieranlagen in die Verwertung und werden dort recycelt. In einem Wasserbad – ohne chemische Zusätze – wird die Zellstofffaser herausgelöst und zu neuen Papierprodukten wie Wellpappe oder Hülsenkarton verarbeitet. Die Reststoffe können energetisch verwertet werden und helfen so, z. B. Erdöl einzusparen. Im Jahr 2010 wurden rund 130.000 Tonnen Getränkekartons recycelt. Das bedeutet: Der Getränkekarton ist eine funktionierende Kreislaufverpackung.
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Was regelt die "Verpackungsverordnung"?
Am 12. Juni 1991 trat die Verpackungsverordnung in Deutschland in Kraft, die die Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen zum Ziel hat. Unter anderem schreibt sie eine Rücknahme- und Verwertungspflicht von Verkaufsverpackungen vor und legt Verwertungsquoten für die einzelnen Verpackungsmaterialien fest. Seither wurde die Verpackungsverordnung mehrfach novelliert, um den Anforderungen auf europäischer Ebene zu entsprechen.
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Was ist ein "Öko-Audit"?
Es gibt zwei verschiedene, freiwillige Verfahren, nach denen Unternehmen und Organisationen ihre Umweltleistungen kontinuierlich verbessern können.
Das eine Verfahren ist das auf europäischer Ebene gültige Öko-Audit (auch: EMAS = Eco-Management and Audit Scheme), das von der Europäischen Union entwickelt wurde. Es schreibt neben der Etablierung eines Umweltmanagementsystems die Veröffentlichung einer Umwelterklärung vor, in der die teilnehmenden Unternehmen unter anderem über ihre Umweltleistungen und Umweltziele und ihre kontinuierlichen Verbesserungen im Umweltschutz berichten. Die überarbeitete Öko-Audit-Verordnung basiert mittlerweile auf der anderen, weltweit gültigen Norm DIN EN ISO 14001.
Die DIN EN ISO 14001 legt den Schwerpunkt auf den kontinuierlichen Verbesserungsprozess zur Erreichung der festgelegten Umweltziele entsprechend der Umweltpolitik des Unternehmens. Im Unterschied zum Öko-Audit muss hier keine Umwelterklärung veröffentlicht werden.
Tetra Pak hat sich vor vielen Jahren schon zum Ziel gesetzt, dass alle Produktionswerke weltweit nach der Norm DIN EN ISO 14001 zertifiziert werden sollen. Seit einigen Jahren ist diese Vorgabe umgesetzt, so auch bei den beiden deutschen Tetra Pak-Produktionswerken in Limburg und Berlin. Über jährliche, externe Audits wird der kontinuierliche Verbesserungsprozess und die Erreichung der Umweltziele überprüft.
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Was ist eine "Ökobilanz"?
Mit einer Ökobilanz werden die Umweltwirkungen eines Produktes über seinen gesamten Lebensweg analysiert. Das heißt, von der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung über die Produktion und Nutzung bis hin zur Entsorgung des Produktes werden alle Umweltwirkungen untersucht und eventuell mit anderen Produkten verglichen.
Auch für Ökobilanzen (englisch LCA = Life Cycle Assessment) gibt es eine international gültige Norm, die ISO 14040. In ihr werden der Ablauf und der Inhalt einer Ökobilanz festgelegt.
In einer der offiziellen Ökobilanzen des Umweltbundesamtes (aus dem Jahr 2000) wurde der Getränkekarton als sogenannte "ökologisch vorteilhafte Verpackung" eingestuft. Das heißt, aus Umweltsicht liegt der Getränkekarton mit der Glas-Mehrwegflasche, an der sich alle Getränkeverpackungen messen müssen, gleich auf.
Im Jahr 2006 hat das Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU) in Heidelberg eine Ökobilanz von Getränkekartons und PET-Einwegflaschen durchgeführt. Das Ergebnis: Getränkekartons weisen klare ökologische Vorteile gegenüber PET-Einwegflaschen auf.
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Wie kann ich mit der Verwendung von Getränkekartons das Klima schützen?
Getränkekartons bestehen zu ca. 75 % aus Karton und damit aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Dieser Rohstoff wird ausschließlich aus Nutzwäldern geerntet, die nach dem Prinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft betrieben werden. Dort wird stets nur so viel Holz geerntet wie nachwächst, und es wird sofort wieder aufgeforstet. Das Gute: Besonders in der Wachstumsphase nehmen die Bäume das klimaschädliche Kohlendioxid aus der Luft auf und geben Sauerstoff an die Umwelt ab. Dadurch leistet der Getränkekarton einen echten Beitrag zum Klimaschutz.
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