GESUNDHEIT UND SICHERHEIT

Wir bemühen uns bei allen Projekten und Tätigkeiten darum sicherzustellen, dass alle Personen vor Schäden bewahrt bleiben und sind der Überzeugung, dass eine Zusammenarbeit als Team den besten Weg darstellt, um unser Ziel, die Zahl der Arbeitsunfälle und arbeitsbedingten Erkrankungen auf null zu senken, zu erreichen.

Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz

Ein globales Arbeitsschutzkonzept

Der für alle unsere Unternehmensbereiche geltende Arbeitsschutz ist zentraler Bestandteil unseres Geschäftsgebarens und wird durch unsere Grundwerte untermauert. „Freiheit und Verantwortung“ bedeutet, eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung bereitzustellen, die alle entsprechenden Anforderungen der Kunden und des Gesetzgebers erfüllt, während „Partnerschaft und Spaß“ unsere Überzeugung widerspiegelt, dass wir unsere Ziele am besten erreichen, wenn wir gemeinsam Seite an Seite zusammenarbeiten.

In 2015 haben wir die Umsetzung unseres globalen Arbeitsschutzmanagementsystems (AMS) vorangetrieben, das auf der internationalen Norm für betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutzsysteme OHSAS-18001 basiert. Dieses wird von Mitgliedern des weltweiten Führungsteams von Tetra Pak gefördert und geleitet und stellt die Koordinierung an allen Standorten, einschließlich denen unserer Kunden, sicher. Jeder Bereich ist nun in einem Arbeitsschutzforum auf Führungsebene und in einer zentralen Arbeitsgruppe für Arbeitsschutz vertreten.

2015 führten wir im Rahmen des Programms eine Reihe standardisierter weltweiter Verfahren für die an den Standorten unserer Kunden hinsichtlich des technischen Services und der Processingsysteme durchgeführten Arbeiten ein. Seitdem haben wir eine für den Tetra Pak Konzern geltende neue Arbeitsschutzrichtlinie eingeführt, die nun sämtlichen Beschäftigten zusammen mit der Botschaft übermittelt wird, dass wir alle tagtäglich und überall sicher und gesund bleiben müssen.

In 2014 haben wir uns das anspruchsvolle Ziel gesetzt, bis 2017 die OHSAS 18001-Zertifizierung für unsere gesamten Produktionsstandorte zu erreichen. 60 % der Produktionsstandorte sind bis dato bereits zertifiziert, allein 22 % im vergangenen Jahr. Unsere Marktgesellschaft in Brasilien hat den Geltungsbereich ihrer OHSAS 18001-Zertifizierung um Tätigkeiten im Bereich der technischen Services und Processingsysteme erweitert.

Brasilien: Schwerpunkt auf Sicherheit an Kundenstandorten

Dieses Jahr lag der vorrangige Schwerpunkt bei Tetra Pak Brasilien auf der Zuständigkeit für Sicherheitsfragen an Kundenstandorten. Es wurde ein Programm eingeführt, um bei allen Außendiensttechnikern das Risikobewusstsein zu erhöhen und die Notwendigkeit, sich sicher zu verhalten. Die Marktgesellschaft erreichte als eine unserer ersten Standorte ohne Fertigung die Zertifizierung nach OHSAS 18001, was zeigt, dass unsere Arbeitsschutzmanagementsysteme mit internationalen Best-Practice-Standards übereinstimmen.

Senkung der Unfallzahlen

Unsere 34 Verpackungsmaterialwerke beschäftigen ca. 6.000 Mitarbeiter. 2015 zeichneten sie sich weiterhin durch herausragende Ergebnisse aus, beispielsweise mit einer im Jahresvergleich um 24 % verringerten Unfallrate. Unsere kleineren Unternehmensstandorte für „Zusatzmaterial“ und „Produktion von Verarbeitungssystemen“, die zusammen etwa 1.400 Mitarbeiter beschäftigen, wiesen mit einer Verringerung der Unfallzahlen um 50 % bzw. 12 % ebenfalls ein ausgezeichnetes Ergebnis beim Arbeitsschutz auf und trugen zu einer im Vergleich zu 2014 um 25 % verringerten Gesamtunfallrate für alle Fertigungsstandorte von 2,4 bei.

Arbeitsausfall aufgrund von Arbeitsunfällen

Insgesamt gelten 23 unserer 54 Werke für das Jahr 2015 als „unfallfrei”, wobei jedoch ein Unfall in Südostasien in einer Produktionsstätte für Verarbeitungsanlagen tragischerweise tödlich endete. Wir werden ein ausführliches Maßnahmenprogramm in sämtlichen Produktionsstätten von Tetra Pak einführen, mit dem sichergestellt werden soll, dass gewonnene Erkenntnisse umgesetzt werden, dazu zählt auch eine neue Konzernrichtlinie für das Arbeiten auf engem Raum.

2015 haben wir ein weltweites Verfahren für den innerbetrieblichen Transport (bspw. mittels Gabelstapler) und für die Wartungssicherung (Lockout-Tagout, LOTO) eingeführt, das darauf ausgelegt ist, das Risiko eines Umgehens von Sicherheitsvorkehrungen zu vermeiden und ein unbeabsichtigtes Einschalten von Maschinen und Anlagen zu verhindern. Einzelne Werke nutzen Checklisten zur Selbsteinschätzung, um Fortschritte bei der Einführung dieser neuen weltweiten Verfahren zu erfassen.

Arbeitsschutz und Wohlbefinden

An vielen unserer Produktionsstandorte besteht Zugang zu arbeitsmedizinischer Betreuung, zu Ärzten, Krankenschwestern und Physiotherapeuten, womit wir selbst in Ländern und Regionen mit weniger zuverlässiger Gesundheitsversorgung ein hohes Behandlungsniveau gewährleisten.

Viele Standorte unterhalten Programme, in deren Rahmen die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter systematisch kontrolliert und gefördert werden, unter anderem:

  • Hör- und Sehtests,
  • Routineimpfungen,
  • ergonomische Risikobewertungen von Arbeitsstationen,
  • Unterstützung bei der Stressbewältigung,
  • Massagen und Reflexzonenmassagen
  • sowie Informationen zu Ernährung, gesunder Lebensführung und Alkohol- und Drogenproblemen.

Zudem führen wir regelmäßige medizinische Untersuchungen für Risikogruppen durch, z. B. Mitarbeiter, die mit gefährlichen Chemikalien arbeiten.

Neuseeland: Auszeichnung für Sicherheit

2015 erhielt Tetra Pak Neuseeland von der neuseeländischen Regierung für seine Arbeit zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens aller, die landesweit an Capital Project-Standorten arbeiten, eine Auszeichnung für Arbeitssicherheit. Dazu zählen viele Subunternehmer, die häufig ein Leben unter harten Bedingungen als Halbnomaden führen und keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung haben. Durch die einmal wöchentliche Bereitstellung eines freien Zugangs zu arbeitsmedizinischem Personal konnte Tetra Pak Neuseeland Gesundheitsprobleme erkennen und angehen und Vertragsnehmer über die Gefahren, denen sie sich aussetzen, aufklären und damit das Risiko von Personenschäden verringern.

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