RECYCLING NACH GEBRAUCH

Wir verfolgen einen proaktiven und zukunftsweisenden Ansatz, um sicherzustellen, dass Kartons gesammelt, sortiert und recycelt werden, damit sie stets einen Wert bieten. Wenn eine Recycling-Wertschöpfungskette gut funktioniert, verhindert sie auch die Vermüllung, schont Ressourcen und reduziert die Klimaauswirkungen – alles ist entscheidend für unsere gemeinsame nachhaltige Zukunft. Dadurch stellt das Recycling sowohl unsere Lizenz zum Betrieb als auch eine geschäftliche Notwendigkeit für unser Unternehmen dar.

Unser Engagement für Recycling

Wir verwenden hochwertige Rohstoffe, um unsere Verpackungen herzustellen und unsere Mission zu erfüllen, Lebensmittel sicher und überall verfügbar zu machen. Sobald unsere Verpackungen ihren Zweck erfüllt haben, sollten diese Rohstoffe nicht ungenutzt bleiben. Stattdessen können sie gesammelt und – mit relativ einfachen Verfahren – zu etwas Nützlichem recycelt werden. 

Rund 75 Prozent unseres Verpackungsmaterials bestehen aus langen, starken Papierfasern, die mehrfach recycelt werden können. Die dünne Schicht aus Polymeren – oder Kunststoffen – in unseren Getränkekartons kann mit anderen Polymeren vermischt und zu neuen Produkten wie Dachziegeln, Kisten, Kartons und mehr verarbeitet werden. 

Während wir die Sammlung und das Faserrecycling weiter vorantreiben, konzentrieren wir uns auch verstärkt auf das Recycling der in unseren Verpackungen enthaltenen Polymere. Im Rahmen unserer jüngsten Zusage, die Kunststoffstrategie der EU zu unterstützen, werden wir mit Partnern zusammenarbeiten, um dafür zu sorgen, dass bis 2030 für sämtliche Bestandteile unserer Getränkekartons Recyclinglösungen geschaffen sind. 

Recycling leistet einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft, bei der wertvolle Rohstoffe weiterverwendet werden, und hilft, Vermüllung zu vermeiden, Ressourcen zu schonen und die Umweltbelastung zu reduzieren.

Recycling-Erfolg definieren

 Im Jahr 2010 haben wir uns zum Ziel gesetzt, die globale Recyclingquote von Tetra Pak-Kartons bis 2020 auf 40 Prozent zu verdoppeln. Wir waren das erste Verpackungsunternehmen, das sich ein so ehrgeiziges Ziel gesetzt hat und auf diesem Weg erhebliche Fortschritte gemacht hat. Im Jahr 2017 lag unsere globale Recyclingquote bei 25 Prozent, was einem Anstieg der Zahl der jährlich recycelten Verpackungen um 15 Milliarden entspricht (von 32 Milliarden im Jahr 2010 auf 46 Milliarden im Jahr 2017). Allerdings gilt es anzumerken, dass wir durch unsere Initiativen noch zu viel mehr beitragen, als vier von zehn Tetra Pak-Verpackungen zu recyceln. In dieser Zahl enthalten ist das Recycling aller auf dem Markt befindlichen Getränkekartons, nicht nur derjenigen, die wir selbst produzieren. Denn alle Sammel- und Recyclingprogramme, die wir entwickeln oder unterstützen, sind für die Rücknahme aller Getränkekartons gedacht - von allen Herstellern. ​

Sich dieses Ziel zu setzen, war das Richtige – es gab uns eine Richtung vor, auf die sich unsere Arbeit konzentrierte. Mit dem Ziel nahm das Recycling an Bedeutung zu – sowohl innerhalb als auch außerhalb von Tetra Pak. Es half uns, unsere Partner entlang unserer Wertschöpfungskette entsprechend auszurichten und das Recyclingbewusstsein und die Infrastruktur auf diesem Weg deutlich zu verbessern. 

In dieser Zeit haben wir auch unser Recyclingkonzept weiterentwickelt. Wir haben gelernt, dass jeder Markt unterschiedliche Bedürfnisse und „Reifegrade” besitzt. Anstatt uns auf einen globalen einzelnen Indikator – die Gesamtrecyclingquote – zu konzentrieren, müssen wir uns an spezifischeren und vor Ort relevanten Zielen orientieren. Damit bleiben wir wettbewerbsfähig und können die Bedürfnisse unserer Kunden und anderer Interessengruppen weiterhin erfüllen. Auch wenn die Recyclingquote eine relevante Kennzahl bleibt, so ist eine globale Recyclingquote nicht länger ein Indikator für unser Hauptziel und auch nicht die bedeutendste Maßnahme.

Recyclingbehälter

Lokale Lösungen für eine globale Herausforderung

Recycling funktioniert, wenn alle dazu notwendigen Elemente vorhanden und gut miteinander verknüpft sind. Ein schwaches oder fehlendes lokales Glied – wie das Fehlen effizienter Sammelsysteme, die getrennte Sammlung von Verpackungen und die Infrastruktur der Abfallwirtschaft – ist eine Herausforderung. Mit unseren neuen marktrelevanten Zielen können wir unser Konzept so anpassen, dass es sich auf Maßnahmen mit dem größten Wirkungs- oder Fortschrittspotenzial konzentriert; wir können uns direkt auf das Problem in jeder beliebigen Region konzentrieren und es praxisgerecht lösen. In über 70 Ländern fördern wir derzeit lokale Recyclinginitiativen.

Unsere neuen Ziele und relevanten Kennzahlen lassen sich in sechs Kategorien einteilen: Verbraucherbewusstsein, Kundenbewusstsein und Zusammenarbeit, Sammlung und Sortierung, Faserrecycling, PolyAl-Recycling und Steigerung des Werts recycelter Rohstoffe.

Hier finden Sie Praxisbeispiele für diese Ziele

Recycling-Weltkarte

Recycling-Wertschöpfungsketten aufbauen

Hinsichtlich des Recyclings verfolgen wir einen Ansatz entlang der Wertschöpfungskette. Dies bedeutet, dass wir an allem arbeiten müssen, angefangen bei der Sensibilisierung der Verbraucher über die Infrastruktur für die Sammlung und Sortierung bis hin zur Erweiterung der Marktchancen für recycelte Rohstoffe und der Förderung der Geschäftsmöglichkeiten für Recyclingunternehmer. Die Partnerschaft und Vernetzung von Interessengruppen ist entscheidend für den Aufbau nachhaltiger Recycling-Wertschöpfungsketten. Wir arbeiten mit einer Vielzahl von lokalen und globalen Interessengruppen zusammen, unter anderem mit Entsorgern, Verwertern, Kommunen, Industrieverbänden und Ausrüstungslieferanten.

Erfahren Sie mehr darüber, wie wir Recycling-Wertschöpfungsketten aufbauen

Möchten Sie mehr über Recycling erfahren?