· 54 % der für den Tetra Pak Index befragten achten darauf, wie sich ihr Lebensmitteleinkauf auf den Planeten auswirkt
· 70 % sind der Meinung, dass gesunde Produkte der Umwelt nicht schaden dürfen.
Lausanne, Schweiz, 25. Oktober 2023: Laut dem Tetra Pak Index 2023 berücksichtigen Verbraucher beim Kauf von Lebensmitteln neben ihrer eigenen Gesundheit nun auch aktiv die Umwelt. Diese umweltbewussten Verbraucher, die als „Klimatarier“ bezeichnet werden, sind bereit, ihre Essgewohnheiten zu ändern, um den Planeten zu schützen.
Der Markt für gesunde Lebensmittel ist bereits ein sehr stabiles Segment, denn Verbraucher bevorzugen aktiv Produkte, die sich positiv auf das körperliche Wohlbefinden auswirken. Eine erhebliche Mehrheit vertritt jedoch mittlerweile einen ganzheitlicheren Ansatz: 70 % der Befragten sind der Meinung, dass gesunde Produkte der Umwelt nicht schaden dürfen. Weitere 54 % sind bereit, Verantwortung für den Planeten zu übernehmen und ihre Ernährungsgewohnheiten umzustellen, damit wir in einer besseren Welt leben können.
Diese beiden Schwerpunkte spiegeln sich auch in der Zahl der Verbraucher wider, die bewusst weniger Fleisch essen, sich also flexitarisch ernähren. Knapp die Hälfte aller Verbraucher gibt an, dass sie ihren Fleischkonsum reduziert oder gleich ganz darauf verzichtet. Der Tetra Pak Index beruht auf den Ergebnissen von Befragungen in zehn Ländern weltweit. Die Daten wurden von der renommierten Marktforschungsfirma IPSOS erhoben und zeigen, dass der Trend zu weniger Fleisch ein globales Phänomen ist. 56 % der Befragten nennen gesundheitliche Gründe für eine flexitarische, pescetarische, vegetarische oder vegane Ernährung, doch mehr als ein Drittel (36 %) nennen speziell die Umwelt als ausschlaggebenden Faktor.
Die Umfrage zeigt auch, dass es den Menschen nicht länger in erster Linie auf Bequemlichkeit – oder „Convenience“ – ankommt. Das ist ein Bruch mit der bisher vorherrschenden Einstellung. Heute würden 70 % zugunsten gesünderer Produkte auf Convenience-Produkte verzichten. Der Trend zur Gesundheit wird dabei auch nicht von den stark gestiegenen Kosten für die Lebenshaltung gebremst. Nur 17 % der Verbraucher würden aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage auf Speisen und Getränke mit gesundheitlichem Nutzen verzichten.
Ein anhaltender Trend
Der Klimatarismus wird laut Prognosen wachsen. Ein Grund dafür dürften die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels auf den Einzelnen sein. Verbraucher erwarten, dass Lebensmittelhersteller gesunde und zugleich nachhaltige Produkte anbieten.
Adolfo Orive, President und CEO von Tetra Pak, kommentiert: „Die Erkenntnisse aus dem diesjährigen Index spiegeln die Richtung wider, die wir in den letzten Jahren bereits eingeschlagen haben: der Einsatz für eine Dekarbonisierung der Lebensmittelbranche sowie robustere und nachhaltigere Lebensmittelsysteme. In vielen Regionen der Welt hängt die tägliche Ernährung der Menschen von Milch und Säften ab. Es ist daher extrem wichtig, die Wertschöpfungskette dort mit Innovationen bei Beschaffung, Verpackung, Verarbeitung und Verteilung zu optimieren. In all diesen Bereichen sind wir mit Kunden und Lieferanten aktiv.
Da die Welt bis 2050 voraussichtlich 60 % mehr Lebensmittel benötigt, forschen wir zudem an Technologien, mit denen wir neue Nährstoffquellen erschließen können: von neuen pflanzenbasierten Rohstoffen bis hin zu alternativen Proteinen, die mithilfe von Biomasse- und Präzisionsfermentierung erzeugt werden. Beides sind sehr wichtige Beiträge zur Nachhaltigkeit in Lebensmittelsystemen.“
Das Potenzial neuer Lebensmittel
Bahnbrechende neue Lebensmittelinnovationen können eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von Produkten spielen, die sowohl schmackhaft als auch ressourceneffizient sind. Die gute Nachricht ist, dass die Verbraucher Innovationen bei Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten gegenüber offen sind: 62 % glauben, dass die Technologie einen Faktor für eine nachhaltigere Zukunft darstellt. Gleichzeitig melden einige Verbraucher Bedenken an, dass solche Innovationen weniger natürlich als frische, unverarbeitete Lebensmittel seien. Es kommt also darauf an, die goldene Mitte zu finden.
„Das Feld entwickelt sich rasant weiter. Es ist schwierig, vorherzusagen, wann und inwieweit sich der Erfolg einstellen wird. Doch eines ist sicher: Es bedarf fortgesetzter Anstrengungen und einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, um jede potenzielle Chance zu sondieren. Nur so können wir die Lösungen für die gegenwärtigen Herausforderungen bei unseren Lebensmittelsystemen finden“, sagt Adolfo.
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