Wärmebehandlung ist für teure Zutaten wie Laktase, Aromen oder Probiotika oft ungeeignet. Deshalb sind unsere Präzisions-Dosierungstechnologien so konzipiert, dass sie nach der Wärmebehandlung und unmittelbar vor der Abfüllung eingesetzt werden. Dies ermöglicht Ihnen große Flexibilität bei der Produktion von Getränken mit Mehrwert und senkt dabei im Vergleich zur herkömmlichen Chargenproduktion die Laktasekosten um bis zu 75%1, die Aromakosten um bis zu 17%2 und die Reinigungskosten um bis zu 80%3 .
Verbraucher auf der ganzen Welt wählen zunehmend Milchprodukte und andere Getränke, die das gewisse Etwas bieten: Sie sollen nicht nur nahrhaft und lecker sein, sondern auch zur Gesundheit und zum Wohlbefinden beitragen. In den kommenden Jahren werden viele weitere Produkte mit besonderen Zutaten auf den Markt kommen, angefangen bei Milchprodukten über Milchgetränke auf pflanzlicher Basis, Säfte und Nektare bis hin zu Trinkjoghurt und Weichkäse. Vitamine, Omega-3, Aromen, Probiotika und Enzyme wie Laktase werten das Basisprodukt auf – und jedes Jahr kommen neue hinzu. Darüber hinaus wird die bedarfsgerechte Produktion kleiner Chargen voraussichtlich zunehmen. Dabei werden dem gleichbleibenden Basisprodukt unterschiedliche Zutaten hinzugefügt – für einen Variantenreichtum an Farben, Geschmacksrichtungen und Nährstoffen.
Viele Zutaten für Produkte mit Mehrwert sind hitzeempfindlich und erfordern eine besondere Handhabung – speziell in der UHT- oder ESL-Produktion – um die Produktqualität aufrechtzuerhalten und den Abfall sowie die Energiekosten auf ein Minimum zu reduzieren. Lactoferrin ist beispielsweise extrem hitzeempfindlich, und Probiotika werden erst nach der Wärmebehandlung hinzugefügt, da sie ansonsten absterben würden. Doch diese und viele andere Zutaten führen zu Premium-Produkten, die Premium-Preise erzielen.
Unsere Dosieranlagen machen eine kontinuierliche In-Line-Verarbeitung möglich und bieten eine höhere Flexibilität als Chargenlösungen. Die Tetra Pak® Aseptischen Dosiergeräte ermöglichen eine äußerst präzise Dosierung hitzeempfindlicher Zutaten in sehr kleinen Mengen – im Bereich von wenigen Gramm pro Liter – nach der Wärmebehandlung und kurz vor der Abfüllung. Die Zusatzstoffe werden vorab sterilisiert, mit Ausnahme von lebenden Kulturen wie Probiotika, die natürlich sicher in einem versiegelten Beutel abgefüllt werden, um eine sichere Handhabung in den Produktionsbereichen zu gewährleisten.
Die In-Line-Dosierung trägt zur Kostensenkung bei, da sich die Menge der benötigten Zutaten reduziert – eine Überdosierung zum Ausgleich von Verlusten während der Wärmebehandlung ist nicht erforderlich. Wenn Sie beispielsweise Lactase-Enzym hinzufügen, um laktosefreie UHT-Milch herzustellen, können Sie bis zu 93 %1 des Enzyms einsparen, wenn Sie es erst nach der Wärmebehandlung in die Milch geben. Wird die Laktase vor der Wärmebehandlung hinzugefügt, erfolgt die enzymatische Reaktion aufgrund der niedrigeren Temperatur langsamer und der Zeitrahmen ist begrenzt verglichen mit dem Verfahren, bei dem die Laktase sich für mehrere Tage bei Umgebungstemperatur in der Endverpackung befindet. Wenn Sie Vitamine und Aromen vor der Wärmebehandlung hinzufügen, gehen voraussichtlich bis zu 20 %2 der Zutat verloren. Das bedeutet, dass die Tetra Pak® Aseptische Dosierungseinheit F die Laktasekosten um bis zu 75 %1 und die Aromakosten um bis zu 17 %2 reduzieren kann. Die Inline-Dosierung macht Lagertanks überflüssig, vermeidet Ausfallzeiten und reduziert die Reinigungskosten um bis zu 80 %3 im Vergleich zur herkömmlichen Chargenproduktion. Das ist besser für die Umwelt und Ihr Geschäftsergebnis.
Drittens profitieren Sie durch Just-in-Time-Produktionsrezepturen von einer hohen Produktionsflexibilität für Zutaten wie Aromen, Farben, Vitaminen und Mineralstoffen etwa für saisonale Produkte oder kleinere Chargen für Sonderaktionen. Da dasselbe Basisprodukt genutzt wird, können Sie vor dem Abfüllen schnell zu einer oder mehreren anderen Zutaten wechseln. Hat die Herstellung von Produktvarianten zuvor mehrere Tage gedauert, ist dies mittels aseptischer Dosierung nun an einem einzigen Tag möglich.
Darüber hinaus können Sie mithilfe der aseptischen In-Line-Dosierung einfacher und schneller innovative Produkte entwickeln und testen. Sie müssen den Prozess nicht fortlaufend an die Wärmebehandlung anpassen. Es bleibt mehr Zeit für die Rezeptformulierung, indem Sie mit jeweils nur einem Parameter arbeiten.
Die Tetra Pak® Aseptische Dosieranlage F benötigt eine Stellfläche von 141 × 149 cm und lässt sich einfach in bestehende Installationen integrieren. Mit dieser aseptischen In-Line-Dosieranlage werden die Zutaten entweder durch Filtration oder UHT-Behandlung vorbereitet. Die vorsterilisierten Zutaten in aseptischen 5-Liter- oder 10-Liter-Beuteln stammen von verschiedenen Lieferanten.
Mithilfe eines Durchflussmessers, eines Wägesystems und einer drehzahlgeregelten Peristaltikpumpe werden die Zutaten über einen patentierten sterilen Schlauch und eine Nadel genau dosiert der aseptischen Injektionskammer am Hauptproduktrohr zugeführt. Dort werden sie durch die Wirbelströmung zu einem einheitlich formulierten Produkt vermischt. Der gesamte Vorgang wird von einem fortschrittlichen Rezepturverwaltungs- und Kontrollsystem überwacht, das eine exakte Dosierung und vollständige Rückverfolgbarkeit ermöglicht.
Die Verarbeitung aller Zutaten erfolgt in einem vollständig geschlossenen System, wodurch ein sicherer aseptischer Transfer gewährleistet wird. Durch Barcodes auf den Zutatenbeuteln werden menschliche Fehler minimiert. Nachdem Sie die Rezeptur ausgewählt haben, laden Sie den entsprechenden Beutel und scannen den Barcode, um sicherzustellen, dass er zur Rezeptur passt.
Mit neuen Zutaten heben Sie sich von Ihren Wettbewerbern ab, entwickeln neue richtungsweisende Premium-Produkte, stärken Ihre Marke und erzielen ansehnliche Gewinne.
Detailliertere Informationen zu unserem Angebot an aseptischen Dosieranlagen finden Sie unter Aseptische Dosierung hitzeempfindlicher Zutaten.
1 Berechnung basierend auf einem Szenario, in dem die konventionelle Chargenproduktion von 2.600.000 Litern/Jahr in 52 Chargen verglichen wird, wobei der Laktaseverbrauch um 93 % von 3 Millilitern pro Liter auf 0,24 Milliliter pro Liter reduziert wird.
2 Berechnung basierend auf einem Szenario, in dem die konventionelle Chargenproduktion von 2.600.000 Litern/Jahr in 52 Chargen verglichen wird, wobei der Aromaverbrauch um 20 % von 2 Millilitern pro Liter auf 1,6 Milliliter pro Liter reduziert wird.
3 Berechnung basierend auf einem Szenario, in dem die Zugabe von Aromen in der konventionellen Chargenproduktion verglichen wird, bei der 5 verschiedene aromatisierte Milchsorten pro Tag hergestellt werden, mit einer Betriebszeit von 15 Stunden pro Tag, 10.000 l/h im Sterilisator und einem 20.000-Liter-Steriltank.