Tetra Pak® investiert 60 Millionen Euro in Pilotanlage zur Weiterentwicklung der papierbasierten Barriere


  • Tetra Pak investiert 60 Millionen Euro in eine neue Pilotanlage für papierbasierte Barrieretechnologie in Lund, Schweden – ein weiterer wichtiger Schritt hin zu umweltbewussteren Verpackungsmaterialien.

  • Die Anlage ermöglicht es Tetra Pak, die Entwicklung eines innovativen aseptischen Verpackungsmaterials zu beschleunigen, das die herkömmliche Aluminiumschicht durch eine papierbasierte Barriere ersetzt.

  • Die neue Verpackungslösung erhöht den Anteil nachwachsender Rohstoffe im Getränkekarton und kann – in Kombination mit pflanzenbasierten Polymeren – den CO₂-Fußabdruck um bis zu 43 Prozent reduzieren1.

Bild von Eingang zum Tetra Pak Standort Lund

Hochheim, 26.01.2026: Tetra Pak erreicht einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu umweltbewussteren Verpackungsmaterialien2. Mit einer Investition von 60 Millionen Euro errichtet das Unternehmen eine eigene Pilotanlage am Standort Lund in Schweden. Die neue Anlage soll die Entwicklung einer Lösung beschleunigen, welche langfristig die bisher eingesetzte Aluminiumschicht in aseptischen Kartonverpackungen durch eine papierbasierte Barriere ersetzen kann.

Die neue Lösung erhöht den Papieranteil in Kartonverpackungen für Lebensmittel und Getränke auf rund 80 Prozent. In Kombination mit pflanzenbasierten Polymeren steigt der nachweislich erneuerbare Anteil eines Kartons auf bis zu 92 Prozent, bei gleichzeitiger Reduktion des CO₂-Fußabdrucks um bis zu 43 Prozent1. Durch die Vereinfachung der Materialstruktur von bislang drei auf zwei Hauptmaterialien – Papier und Polymere – werden darüber hinaus weitere Vorteile für die Recyclinginfrastruktur erwartet. Dazu zählen eine maximale Rückgewinnung des Papieranteils im Recyclingprozess von Kartonverpackungen sowie die Verfügbarkeit hochwertiger Faser und Nichtfaserfraktionen.

Um die Marktreife dieser papierbasierten Barriere weiter voranzutreiben, investiert Tetra Pak in die neue Pilotanlage in Lund. Sie bietet Kunden künftig umfassende Einblicke in die gesamte Prozesskette, von der Herstellung der Barriere über die Produktion des Verpackungsmaterials bis hin zur Abfüllung fertiger Getränkeverpackungen. Der Standort Lund wurde aufgrund seiner engen Verknüpfung mit bestehender Forschungs- und Materialentwicklung ausgewählt. Dazu zählen die enge Zusammenarbeit mit der Lund University sowie der Zugang zu hochmodernen Testeinrichtungen am MAX IV Laboratory, einem schwedischen Labor für Synchrotron-Forschung.

Joakim Tuvesson, Vice President Materials & Package bei Tetra Pak, erklärt: „Mit dem Ausbau unserer Infrastruktur und der gezielten Stärkung strategischer Partnerschaften möchten wir unsere papierbasierte Barriere für mehr Kunden zugänglich machen und ihre Umstellung auf umweltbewusstere Verpackungsmaterialien beschleunigen. Wir freuen uns darauf, die Produktion aufzunehmen und im ersten Quartal 2027 die ersten Kunden in unserer neuen Pilotanlage begrüßen zu dürfen.“

Die Investition ist Teil des langfristigen Engagements von Tetra Pak, bis 2030 jährlich rund 100 Millionen Euro in die Entwicklung nachhaltiger Verpackungslösungen zu investieren. Bereits 2023 brachte Tetra Pak gemeinsam mit einem portugiesischen Molkereibetrieb die weltweit erste aseptische Kartonverpackung für Lebensmittel und Getränke mit papierbasierter Barriere auf den Markt. Diese Innovation setzte neue Maßstäbe für umweltbewusste Verpackungen und wurde 2024 mit dem Resource Efficiency Award der Sustainable Packaging News Awards ausgezeichnet.

 

Tetra Pak PR Kontakt:
Eva Podlich
Eva.Podlich@tetrapak.com




1 Im Vergleich zur gleichen Referenzverpackung. Quelle: Von Carbon Trust verifiziertes Tetra Pak-Modell „Carton CO₂ Calculator“, Version 11 (gültig ab 01.01.2025). Betrachtungsrahmen: Cradle-to-Grave-Bilanz eines Tetra Brik® Aseptic 200 Slim Leaf-Kartons mit pflanzenbasierten Polymeren in der Beschichtung und papierbasierter Barriere im Vergleich zu einer Standard-Tetra Brik® Aseptic 200 Slim Leaf-Verpackung mit fossilbasierten Polymeren in der Beschichtung und Aluminiumschicht. Geografischer Bezug: EU-Industriedaten.

2 Das bedeutet, Verpackungskartons zu entwickeln, die vollständig aus nachwachsenden oder recycelten Materialien bestehen, die verantwortungsvoll beschafft werden. Sie tragen zum Schutz und zur Wiederherstellung von Klima, Ressourcen und Biodiversität bei, ermöglichen eine CO₂-arme Produktion sowie Distribution und bieten zugleich praktische, sichere Eigenschaften. Damit unterstützen sie ein resilientes Lebensmittelsystem und sind vollständig recycelbar.

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