Der menschliche Materialverbrauch steigt in einem nicht mehr nachhaltigen Ausmaß. Die Weltbank schätzt, dass das weltweite jährliche Abfallaufkommen1 bis 2050 um 73 % ansteigen wird.2 Die Welt muss dringend auf neue Modelle setzen und die Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft anstreben, in der Materialien nicht verschwendet werden und die Natur sich regenerieren kann.3
Verpackungen spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz verderblicher Lebensmittel und bei der Verbesserung des Zugangs für eine wachsende Weltbevölkerung. Doch nicht alle Verpackungen sind hinsichtlich der Umweltbelastung gleich. Kartonverpackungen bestehen hauptsächlich aus Papier. Lebenszyklusanalysen (LCAs) bewerten sie in Hinsicht auf das Klima durchweg besser als Optionen auf Basis fossiler Ressourcen wie Kunststoff.4


Darüber hinaus ist es wichtig, den Materialwert zu erhalten, indem Ressourcen so lange wie möglich im Kreislauf bleiben. Dies bedeutet, die Recyclingfähigkeit von Anfang an zu berücksichtigen und daran zu arbeiten, den Restwert maximal auszuschöpfen. Ebenso entscheidend ist, dass formelle und optimierte Sammel- und Recyclinginfrastrukturen zur Verfügung stehen, um sicherzustellen, dass es für recycelbare Produkte und Verpackungen die besten Voraussetzungen gibt, wie vorgesehen im Kreislauf zu bleiben. Die Recyclingquoten sind in den Ländern am höchsten, in denen formelle Sammel- und Recyclinginfrastrukturen vorhanden sind und durch Gesetzgebung und Politik unterstützt werden. In Ländern mit weniger gut entwickelten Infrastrukturen und Vorgaben für die Abfallwirtschaft sind Abfallsammelmodelle oft informell, was zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt. Diversifizierte Marktstrategien und ein hohes Maß an Zusammenarbeit sind dringend erforderlich, um das Versprechen einer eigenständig tragfähigen Recycling-Wertschöpfungskette einzulösen.
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Unsere Fortschritte
1 Die Weltbank definiert globalen Abfall als die Gesamtmenge fester Abfälle, die durch menschliche Aktivitäten entstehen.
2 Weltbank. (2025). „What a Waste 2.0: A Global Snapshot of Solid Waste Management to 2050.“ Quelle: Weltbank: https://www.worldbank.org/en/topic/urbandevelopment/brief/solid-waste-management.
3 Circular Economy Introduction, 2022. Quelle: Ellen MacArthur Foundation, https://www.ellenmacarthurfoundation.org/topics/circular-economy-introduction/overview.
4 Meta-Studie zur Lebenszyklusanalyse von Tetra Pak® Kartonverpackungen und alternativen Verpackungssystemen für Getränke basierend auf ausgewählten Studien des europäischen Marktes (IFEU, 2021). Basierend auf dieser europäischen Meta-Studie, die die Ergebnisse von 16 Studien auf Länderebene zusammenfasst, wiesen Kartonverpackungen für Getränke durchweg geringere Klimaauswirkungen als alle analysierten alternativen Verpackungen für Molkereiprodukte, Säfte, Nektare und stille Getränke (JNSD) auf, 2021. Quelle: Meta-Analyse von Lebenszyklusanalysen durch Circular Analytics, https://fbcaglobal.com/storage/files/20-011-circular-analytics-ace-full-report-2021-03-11.pdf.
5 Quelle: Forest Stewardship Council, https://fsc.org/en.
6 Quelle: Bonsucro, https://bonsucro.com/.
7 Der Geltungsbereich umfasst nur Abfall, dessen Entsorgung ohne Lagerung auf Mülldeponien oder Verbrennung ohne Energierückgewinnung gesetzlich zulässig ist. An vielen Orten schreiben die örtlichen Vorschriften beispielsweise vor, dass gefährlicher Abfall auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen ohne Energierückgewinnung entsorgt werden muss. Dieser Abfall fällt dann nicht unter das Ziel „Null Abfall auf Deponien“.
8 Dies spiegelt nicht den physischen Anteil an recyceltem Polyethylen in jeder einzelnen Verpackung wider.
9 Massenbilanz-Ansatz: Eine zertifizierte Methode zur Berechnung des Recyclinganteils basierend auf der Menge des in der Produktion verwendeten recycelten Materials.
10 Bei der Zahl der für das Recycling gesammelten Kartonverpackungen für Getränke stützen wir uns – sofern verfügbar – auf offizielle Angaben anerkannter Quellen, darunter Behörden, eingetragene Wiederverwertungsorganisationen, nationale Branchenverbände und Nichtregierungsorganisationen usw., die auf regelmäßiger Basis und auf einheitliche Weise veröffentlicht werden. Für Märkte, in denen solche offiziellen Daten nicht verfügbar sind, werden die Mengen der für das Recycling gesammelten Kartonverpackungen für Getränke auf Basis interner Daten geschätzt.