Wir müssen gemeinsam daran arbeiten, den Verlust natürlicher Lebensräume aufzuhalten und umzukehren.

Das große Ganze

Die Natur leidet aufgrund menschlicher Aktivitäten in einem Ausmaß, das in der Geschichte der Menschheit beispiellos ist1. Rund eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht, wobei die derzeitigen Aussterberaten Wissenschaftler dazu veranlassen, von einem „sechsten Massensterben“ zu sprechen.2

Viele wichtige Funktionen und Ressourcen, die die Natur bietet, sind derzeit gefährdet. Das hat erhebliche negative Auswirkungen auf die Ökosysteme und das Wohlergehen der Menschen3. Dazu gehört auch die Regulierung der Süßwassermenge und -qualität, wodurch der Zugang zu sauberem Wasser weltweit eingeschränkt wird4. Die Auswirkungen des Verlusts natürlicher Lebensräume sind weitreichend und bedrohen die Grundlagen unserer globalen Wirtschaft, unserer Lebensgrundlagen und unserer Lebensmittelsysteme5,6.

Der bedeutendste Faktor für den Verlust natürlicher Lebensräume ist die veränderte Nutzung von Land und Meeren, einschließlich der Umwandlung von Naturgebieten in Agrarflächen und städtische Gebiete. Der Verlust der Natur wird auch durch die nicht nachhaltige Ausbeutung natürlicher Ressourcen, Umweltverschmutzung, den Klimawandel und die Einführung invasiver Arten verursacht7.

Länder weltweit erkennen die Dringlichkeit, sich mit dem Verlust natürlicher Lebensräume auseinanderzusetzen. Das Globale Rahmenwerk für die biologische Vielfalt von Kunming-Montreal (GBF), auch als Biodiversitätsplan bekannt, wurde im Jahr 2023 verabschiedet. Er fordert die Länder auf, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um den Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen und umzukehren und so die Natur bis 2030 auf den Weg der Erholung zu bringen.

Die Anforderungen in Bezug auf naturbezogene Auswirkungen, Risiken und Chancen orientieren sich an regulatorischen Entwicklungen wie der EU-Verordnung über die Entwaldung im Zusammenhang mit Produkten (EUDR) sowie an freiwilligen Initiativen wie den „Science Based Targets for Nature“ (SBTN) und der „Taskforce on Nature-related Financial Disclosures“ (TNFD).

Hauptthemen

Biologische Vielfalt und Ökosysteme Wasserwirtschaft Luft- und Wasserverschmutzung

Herausforderung Naturverlust

Als ein führendes Unternehmen für Lebensmittelverarbeitungs- und Verpackungslösungen ist die Wertschöpfungskette von Tetra Pak in hohem Maße von der Natur und den von ihr erbrachten Dienstleistungen abhängig und daher durch den Verlust natürlicher Lebensräume gefährdet. Wir haben die Verantwortung, Maßnahmen für die Natur zu ergreifen. Deshalb haben wir eine detaillierte Bewertung durchgeführt, um die Auswirkungen und Abhängigkeiten unserer eigenen Betriebe und der Wertschöpfungskette zu ermitteln.

Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse haben wir unseren umfassenden Approach to Nature entwickelt – ein wegweisendes Rahmenwerk mit 20 messbaren Zielen, das unser Handeln leitet, um den Naturverlust zu stoppen und umzukehren, Ökosysteme wiederherzustellen und die globale Wasserversorgungssicherheit zu verbessern, im Einklang mit den internationalen Biodiversitätszielen. 

MASSNAHMEN ERGREIFEN

Tetra Pak und der Umweltschutz

Um unsere Ziele zu erreichen, sind die vier Säulen des Tetra Pak Ansatzes zum Thema Umweltschutz durch konkrete Handlungsfelder definiert. Diese Handlungsfelder werden wiederum durch quantitative Ziele unterstützt, die es uns ermöglichen, unsere Fortschritte zu messen.

Entdecken Sie mehr in der Natur

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Wesentlichkeit und miteinander verbundene Auswirkungen

Zwar steht die Natur im Mittelpunkt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Bekämpfung der für unsere Wertschöpfungskette relevanten Ursachen des Naturverlusts liegt, doch ist das Rahmenwerk auch eng mit unseren Bemühungen in den Bereichen KlimaKreislaufwirtschaftSozialverträglichkeit und Lebensmittelsysteme verbunden.

Die Rahmenbedingungen und Instrumente, mit denen Unternehmen ihre Auswirkungen, Abhängigkeiten, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Natur bewerten können, um sich mit diesen Aspekte auseinanderzusetzen, entwickeln sich ständig weiter. Wir verfolgen diese Entwicklung aufmerksam und passen unsere Einschätzung und unseren Ansatz entsprechend an. Angesichts der Dringlichkeit, den Verlust natürlicher Lebensräume zu stoppen und die Natur wiederherzustellen, halten wir es jedoch für wichtig, dass Unternehmen wie das unsere auf der Grundlage der derzeit besten verfügbaren Informationen dringend Ziele und Maßnahmen umsetzen und gleichzeitig die Achtung der Menschenrechte gewährleisten.

Auf der Grundlage von Erkenntnissen, die im Laufe der Einführung gewonnen wurden, haben wir nun gezielte Aktualisierungen des Rahmenwerks vorgenommen, um Bereiche zu priorisieren, in denen es die besten Ergebnisse erzielen kann. Dies hat zu einem gezielteren Ansatz geführt, bei dem Ressourcen auf Materialien, Standorte und Lieferanten mit großen Auswirkungen gelenkt werden, mit klareren Erwartungen an Rückverfolgbarkeit, Verifizierung und messbare Ergebnisse.

Unser „Approach to Nature“-Konzept wird sich weiterhin auf vier zentrale, wertschöpfungskettenübergreifende Handlungsfelder stützen – vorgelagerte Bereiche, Betrieb, nachgelagerte Bereiche und Transformation –, wobei der Schwerpunkt verstärkt auf den vorgelagerten Aktivitäten liegt, wo die größten Auswirkungen des Unternehmens auf die Natur sowie seine größten Abhängigkeiten von ihr bestehen. Dazu gehören gezielte Anpassungen ausgewählter Ziele, wie zum Beispiel der Einsatz von Geoinformationssystemen zur Überprüfung des Status „abholzungsfrei“ an Beschaffungsstandorten mit hoher Priorität und die Reduzierung des gesamten Wasserverbrauchs um 10 % bis 2030 bei Lieferanten mit den größten Auswirkungen auf die Wasserressourcen.

Unsere Fortschritte

Unsere Schwerpunktbereiche

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Global Assessment Report on Biodiversity and Ecosystem Services. Quelle: Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, 2019. Quelle IPBES, https://files.ipbes.net/ipbes-web-prod-public-files/inline/files/ipbes_global_assessment_report_summary_for_policymakers.pdf.

Global Assessment Report on Biodiversity and Ecosystem Services. Quelle: Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, 2019. Quelle IPBES, https://files.ipbes.net/ipbes-web-prod-public-files/inline/files/ipbes_global_assessment_report_summary_for_policymakers.pdf.

Global Assessment Report on Biodiversity and Ecosystem Services. Quelle: Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, 2019. Quelle IPBES, https://files.ipbes.net/ipbes-web-prod-public-files/inline/files/ipbes_global_assessment_report_summary_for_policymakers.pdf.

Global Assessment Report on Biodiversity and Ecosystem Services. Quelle: Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, 2019. Quelle IPBES, https://files.ipbes.net/ipbes-web-prod-public-files/inline/files/ipbes_global_assessment_report_summary_for_policymakers.pdf.

Herweijer, C., et al. „Nature risk rising: Why the crisis engulfing nature matters for business and the economy.“ , 2020. Quelle: Weltwirtschaftsforum und PwC. https://www3.weforum.org/docs/WEF_New_Nature_ Economy_Report_2020.pdf.

The State of the World’s Biodiversity for Food and Agriculture, J. Bélanger & D. Pilling (eds.). FAO Commission on Genetic Resources for Food and Agriculture Assessments. Rom, 2019. Quelle: FAO, 572 S.

Herweijer, C., et al. „Nature risk rising: Why the crisis engulfing nature matters for business and the economy.“ , 2020. Quelle: Weltwirtschaftsforum und PwC. https://www3.weforum.org/docs/WEF_New_Nature_ Economy_Report_2020.pdf.

Gefährdete Wasserressourcen werden anhand der SBTN-Methodik identifiziert. Dabei spielen acht unterschiedliche Indikatoren zu Wassermenge, Wasserqualität und Erosion eine Rolle. Für jeden Indikator wird eine Punktzahl von 1 bis 5 vergeben. Innerhalb dieser drei Kategorien weist ein Indikator mit einer Bewertung von 3 oder höher darauf hin, dass das Einzugsgebiet gefährdet ist.