Der Zugang zu angemessener Ernährung gehört zu den von den Vereinten Nationen erklärten Menschenrechten und ist von entscheidender Bedeutung für die Wahrnehmung anderer Rechte1. Doch Wertschöpfungsketten im Lebensmittelbereich sind auf Menschen angewiesen, und Arbeitnehmerrechte stehen weltweit weiterhin unter Druck. Die Zahlen des Global Rights Index 20252 zeigen, dass 80 % der Länder Beschäftigten weltweit kein Recht auf Tarifverhandlungen gewähren und 45 % die Meinungs- oder Versammlungsfreiheit einschränken oder verweigern.
Zwangs- und Kinderarbeit stellen weiterhin eine erhebliche Herausforderung dar. Laut der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) sind weltweit 27 Millionen Menschen von Zwangsarbeit betroffen3. Sowohl die ILO als auch UNICEF schätzen, dass weltweit 160 Millionen Kinder Kinderarbeit verrichten4. Prävention und Reduzierung von Diskriminierung sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen bleiben wichtige Aspekte der sozialen Nachhaltigkeit.
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Darüber hinaus besteht eine Wechselbeziehung zwischen den Auswirkungen auf den Menschen und die Natur, wobei gefährdete Gruppen und Gemeinschaften in der Regel unverhältnismäßig stark von klima- und naturbezogenen Auswirkungen wie dem Verlust der biologischen Vielfalt und Umweltverschmutzung betroffen sind. Vor diesem Hintergrund nehmen die Vorschriften zu Menschenrechten und Sorgfaltspflichten im Umweltbereich weltweit zu. Der Zugang zu Lebensmitteln steht außerdem in engem Zusammenhang mit sozialer Nachhaltigkeit und Menschenrechten.
Weitere Informationen hierzu finden Sie auf unserer Seite zu Lebensmittelsystemen.
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| Faire Arbeitsbedingungen | Freiheit von Zwangsarbeit | Arbeitsschutz | Gesundheit und Lebensgrundlagen von Gemeinschaften | Sicherheit und Entwicklung von Kindern | Gesundheit und Sicherheit von Verbrauchern |
1 Menschenrechte sind Rechte, die wir allein aufgrund unserer Existenz als Menschen haben – sie werden uns nicht von einem Staat gewährt. Über diese universellen Rechte verfügen wir alle, unabhängig von Nationalität, Geschlecht, nationaler oder ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Religion, Sprache oder einem anderen Status. Sie reichen vom grundlegendsten Recht – dem Recht auf Leben – bis hin zu den Rechten, die das Leben lebenswert machen, wie das Recht auf Nahrung, Bildung, Arbeit, Gesundheit und Freiheit. Quelle: OHCHR, https://www.ohchr.org/en/what-are-human-rights.
2 Quelle: Internationale Gewerkschaftskonferenz, https://www.ituc-csi.org/global-rights-index.
3 Quelle: Internationale Arbeitsorganisation, https://www.ilo.org/topics-and-sectors/forced-labour-modern-slavery-and-trafficking-persons.
4 2021, Quelle: Unicef, https://www.unicef.org/press-releases/child-labour-rises-160-million-first-increase-two-decades.
5 Referenz für risikoreiche Umgebungen: „Auf Deponien arbeiten Abfallsammler und Abfallsammlerinnen unter gefährlichen Bedingungen und werden potenziell gefährlichen Stoffen oder giftigen Dämpfen ausgesetzt. Sie verfügen nicht über persönliche Schutzausrüstung (PSA) und riskieren schwere Verletzungen durch Schwermaschinen und Fahrzeuge.“ Quelle: Fair Circularity Initiative, https://faircircularity.org/fair-circularity-principles/.