Unsere mehrteilige Extrudierdüse ermöglicht eine hohe Wiederholgenauigkeit. Die Designs sehen nicht nur von Anfang an besser, sondern auch jeden Tag gleich aus. Und das ist nur einer der Vorteile, die diese neue Innovation mit sich bringt.
„Es war schon immer schwierig, zweifarbige Eiscremeprodukte herzustellen. Wiederholgenauigkeit ist ein schwieriges Thema, die Produktionseinrichtung ist aufgrund vieler Schläuche und Greifer kompliziert und Produktwechsel sind zeitaufwändig. Es gibt für gewöhnlich eine beträchtliche Produktverschwendung. Was wir jetzt vorstellen, verwandelt praktisch all diese Probleme in Chancen“, sagt Produktmanager Steen Gyldenløv.
Die mehrteilige Extrudierdüse wird aus metalldetektierbarem Kunststoff im 3D-Druckverfahren hergestellt. Die Einheit besteht aus zwei Teilen: einem Verteiler, der zwei Eisströme in zwölf separate Ströme (2x6) aufteilt, und einer Düse, die das Design und die Form des Produkts definiert. Eines der vielen intelligenten Designmerkmale ist, dass Kunden den Verteiler nicht austauschen müssen, um das Produkt zu wechseln – sie ersetzen lediglich die Düse. Dadurch ist die Entwicklung neuer Designs mit geringeren Investitionen verbunden.
Elsebeth Baungaard, Portfoliomanagerin und eine der Köpfe hinter der Innovation, erklärt:
„Wir haben die Lösung patentieren lassen. Einer der Patentansprüche bezieht sich auf den Verteiler und darauf, wie er eine fortschrittliche Strömungssteuerung ermöglicht und wie jeder Einlauf das Produkt in sechs separate Ströme verteilt. Die Patentansprüche umfassen auch die Modulbauweise und die Titanspitze der Düse, die dafür sorgt, dass wir den Kunststoff nicht beschädigen. In dieser Hinsicht leisten wir Pionierarbeit. Der Verteiler ist das komplexeste Teil, das unser Lieferant jemals gedruckt hat, daher ist das Testen der Designs ein spannender und iterativer Prozess. Er besteht darin, dass wir CAD-Dateien senden und dann einige Tage später die 3D-gedruckten Teile erhalten. Es folgen Tests, Diskussionen und Anpassungen. Wir arbeiten eng mit DTI zusammen.“
„Der Prozess ist bereits jetzt schnell und effizient. Mit der Zeit, wenn wir mehr Wissen aufgebaut haben, werden wir ihn noch weiter optimieren können. All dies kommt natürlich unseren Kunden zugute. Früher war es sehr zeitaufwändig und kostspielig, ein neues Design in die Produktion zu bringen. Jetzt können wir viel schneller und einfacher testen, ändern und optimieren“, fügt Steen Gyldenløv hinzu.
Im Produktentwicklungszentrum für Eiscreme (PDC) von Tetra Pak werden die Produktdesigns getestet und optimiert. Hier können Bedingungen geschaffen werden, die mit denen des Kunden identisch sind. Dadurch werden die mit der Produktentwicklung verbundenen Risiken erheblich reduziert: Die im PDC erzielten Ergebnisse sind die Ergebnisse, die der Kunde in seinem eigenen Werk erwarten kann.
Traditionell gehören zweifarbige Eiscremeprodukte in der Regel zur sogenannten Kategorie „lustige Gesichter” – Tiere, Clowns, Zeichentrickfiguren und Ähnliches –, deren Zielgruppe Kinder sind. Die mehrteilige Extrudierdüse eröffnet viele Möglichkeiten, die darüber hinausgehen.
„Die Tatsache, dass wir die Wiederholgenauigkeit auf ein neues Niveau bringen können, ist für Produkte der Kategorie ‚lustige Gesichter‘ großartig. Kunden können originalgetreue Designs herstellen, die jedes Mal genau gleich aussehen. Und da die Lösung so vielseitig ist, ist das Potenzial enorm. Kunden können beispielsweise fruchtbasierte, kalorienarme oder vegane Produkte für eher erwachsene Zielgruppen entwickeln“, Steen Gyldenløv
Ein weiterer Vorteil für den Kunden ist das hohe Maß Hygiene. Das Material ist FDA-zugelassen und glatt. Im Gegensatz zu den heutigen Lösungen aus Stahl gibt es keine Schweißnähte, in denen Bakterien wachsen können. Das reduziert das Risiko einer Produktkontamination. Die Lösung ist auch CIP-fähig.
„Wir werden weiterhin empirisches Wissen darüber aufbauen, wie wir Designs optimieren und Kunden bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützen können. Wir werden also gemeinsam mit unseren Kunden am Ball bleiben“ sagt Elsebeth Baungaard abschließend.
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