Adolfo Orive

SCHREIBEN DES CEO

„Unser Markenversprechen – SCHÜTZT, WAS GUT IST – motiviert uns jeden Tag, während wir weiterhin rasante Fortschritte auf dem vor vielen Jahren begonnenen Weg zu unseren Nachhaltigkeitszielen machen“, so Adolfo Orive in dieser Einführung zu unserem Nachhaltigkeitsbericht 2020.

Wandel ermöglichen

Nachhaltigkeit steht seit langem im Mittelpunkt unserer Geschäftsstrategie und unserer Geschäftstätigkeit. Sie zeigt sich in unserem Markenversprechen – SCHÜTZT, WAS GUT IST™ – das durch den Schutz von Lebensmitteln, den Schutz von Menschen und den Schutz unseres Planeten umgesetzt wird.  

Unser Nachhaltigkeitskonzept umfasst alle drei Bereiche. Wir arbeiten mit unseren Kunden und Partnern zusammen, um durch unsere innovativen und marktführenden Lösungen für die Lebensmittelverarbeitung und -verpackung Lebensmittel sicher und überall verfügbar zu machen. Wir sind ständig bemüht, unsere Mitarbeiter zu schützen und die Gemeinschaften zu unterstützen, in denen wir tätig sind, sowie die Zukunft unseres Planeten und den langfristigen Erfolg unserer Kunden zu schützen.  

Unser Markenversprechen motiviert uns jeden Tag, während wir weiterhin große Fortschritte auf dem vor vielen Jahren begonnenen Weg zu unseren Nachhaltigkeitszielen machen. Wir geben täglich unser Bestes, um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten, eine verantwortungsvolle Wertschöpfungskette zu sichern, Vielfalt und Inklusion zu fördern, zu einer kohlenstoffarmen Kreislaufwirtschaft beizutragen und vieles mehr.  

Unser Markenversprechen stellt auch sicher, dass Nachhaltigkeit ein wesentlicher Bestandteil unserer Entscheidungen und Maßnahmen bleibt, die wir über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg verfolgen. Für solche fundierten Entscheidungen orientieren wir uns an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs), die einen branchenübergreifenden gemeinsamen Rahmen für Unternehmen bieten, um für eine bessere Zukunft zusammenzuarbeiten. Diese Leitlinie beruht auch auf unserem fortwährenden Bekenntnis zum globalen Pakt der Vereinten Nationen, dem wir 2004 beigetreten sind.  

Darüber hinaus nutzen wir unsere halbjährlichen Wesentlichkeitsbewertungen, mit deren Hilfe wir diejenigen Aspekte unseres Geschäfts identifizieren und priorisieren können, die die größten positiven Auswirkungen auf unsere Stakeholder haben. Diese Berichte sind ein wichtiges Mittel, um unser Konzept und unsere Fortschritte zum Erreichen unserer Ziele zu teilen und unsere Nachhaltigkeits- und Umweltberichterstattung fortzusetzen, die bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten existiert. 

Wenn wir das Jahr Revue passieren lassen, müssen wir unbedingt mit der COVID-19-Pandemie beginnen, einer beispiellosen Herausforderung, die Gemeinschaften weltweit betroffen hat und weiterhin betrifft. In diesem Zusammenhang erweist sich unser Engagement zum „Schützen, was gut ist“ als wichtiger denn je – und unser Vorsatzempfinden war nie stärker. Während dieser Krise war es unsere Priorität, Menschen zu schützen – unsere eigenen Mitarbeiter, die unserer Kunden und anderer Stakeholder – sowie Lebensmittel zu schützen, indem wir unseren Kunden helfen, eine kontinuierliche Versorgung mit Lebensmitteln aufrechtzuerhalten.  

Das volle Ausmaß von COVID-19 bleibt abzuwarten, und es wird eine Weile dauern, bis die Normalität wieder hergestellt ist. Wir werden dennoch unser Engagement für Nachhaltigkeit fortsetzen, und unsere Investitionen werden auf dem gleichen Niveau bleiben, während wir in diesem Bereich die Zukunft gestalten.   

Globale Herausforderungen angehen 

Als führender Anbieter von Verarbeitungs- und Verpackungslösungen sind wir uns unserer Verantwortung bewusst, die Herausforderungen anzugehen, die unsere Branche als Ganzes betreffen. Zu diesem Zweck arbeiten wir seit langem partnerschaftlich mit unseren Kunden und anderen Stakeholdern zusammen, um positive Veränderungen im Bereich Nachhaltigkeit voranzutreiben. Wir glauben, dass der Bedarf an konzertierten Maßnahmen heute besonders dringend ist.  

Im Laufe des Jahres 2019 haben wir festgestellt, dass das Bewusstsein und die Erwartungen in Bezug auf die Umwelt bei Kunden, Verbrauchern, Medien, NRO und Aufsichtsbehörden gleichermaßen einen neuen Höchststand erreicht haben. Wenn wir die Umweltprobleme der Welt umfassend betrachten, sehen wir drei Schwerpunktbereiche.  

Ersten müssen wir dem Klimawandel entgegenwirken. Hier müssen wir als Industriebranche die Gesamtauswirkungen unserer Produkte und Geschäftstätigkeiten auf das Klima minimieren. Dies stand im Mittelpunkt verschiedener Gesetzesinitiativen wie dem europäischen Grünen Deal.  

Zweitens müssen wir die Kreislaufwirtschaft vorantreiben, die die Vermeidung von Abfall und die Sicherstellung der korrekten Entsorgung von verpackten Produkten umfasst. Auch dies wird bereits durch die Gesetzgebung auf der ganzen Welt vorangetrieben, wobei der Schwerpunkt deutlich auf Einwegkunststoffen liegt. Drittens ist der Schutz der biologischen Vielfalt vordringlich, ein Thema, das durch die jüngsten Waldbrände in Australien, Brasilien und Kalifornien noch unterstrichen wurde. 

Diese drei Bereiche bilden den Schlüssel für Initiativen, die wir bereits seit einiger Zeit verfolgen. Tatsächlich sind sie untrennbar miteinander verbunden. Bei der Bekämpfung des Klimawandels können wir den Materialsektor und die Rolle, die Verpackungen darin möglicherweise spielen, nicht ignorieren. Es reicht auch nicht aus, sich zur Förderung der Kreislaufwirtschaft ausschließlich auf „Reduzieren, Recyceln und Wiederverwenden“ zu konzentrieren: Wir müssen auch die Belastung des Klimas aufgrund der ursprünglich verwendeten Materialien berücksichtigen. Wir glauben daher an eine kohlenstoffarme Kreislaufwirtschaft, die eine Verlagerung von kohlenstoffreichen Materialien auf fossiler Basis zu kohlenstoffarmen erneuerbaren Materialien vorantreibt, was auch zum Schutz der biologischen Vielfalt beitragen kann.  

Aus diesem Grund sind wir der Ansicht, dass die ideale Verpackung der Zukunft ausschließlich aus erneuerbaren oder recycelten Verpackungsmaterialien bestehen sollte, die wiederum zu 100 % recycelbar sind und eine kohlenstoffarme Kreislaufwirtschaft unterstützen.  

2019 haben wir unsere Bemühungen auf dieses Ziel hin beschleunigt, unsere Entwicklungsinitiativen umstrukturiert und unser Budget für Forschung und Entwicklung erheblich aufgestockt. Wir erzielen bereits große Fortschritte. Zum Beispiel sind wir das erste Verpackungsunternehmen in Europa, das Papierstrohhalme auf den Markt bringt. Und wir beginnen jetzt mit Praxistests unserer ersten aseptischen Verpackung mit einer Alternative zur Aluminiumbarriere. Unser Ziel ist es, bis 2022 eine aseptische Verpackung zu entwickeln, die vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen besteht.

Neben unseren Innovationen bei Verpackungen steigern wir mit unseren Geräten und Dienstleistungen auch die Ressourceneffizienz. Wir konzentrieren uns auf eine Minimierung des Wasserverbrauchs, der Lebensmittelverschwendung und der CO2-Bilanz in den Unternehmen unserer Kunden und unterstützen sie bei der Verwirklichung ihrer eigenen Nachhaltigkeitsziele.   

Ein Ansatz entlang der Wertschöpfungskette 

Parallel zu diesen wichtigen Entwicklungen haben wir unsere Bemühungen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette fortgesetzt. Das bedeutet, sicherzustellen, dass unsere eigenen Unternehmen einen globaler Maßstab setzen, der durch Initiativen wie World Class Manufacturing und Investitionen in erneuerbare Energien sowie „grüne Gebäude“ vorangetrieben wird.  

Darüber hinaus umfasst er unsere Lieferkette, in der wir mit unseren Lieferanten zusammen daran arbeiten, nachwachsende Rohstoffe zu fördern, Emissionen zu minimieren und die biologische Vielfalt und Frischwasser zu schützen. Um diese Ziele zu erreichen, haben wir in Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Lieferanten Braskem als erstes Unternehmen in unserer Branche die Produktionskettenzertifizierung von Bonsucro für unsere Polymere auf pflanzlicher Basis erhalten, die eine vollständige Rückverfolgbarkeit vom Anbau bis zum fertigen Produkt gewährleisten.   

Zudem arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen und stellen ihnen die Lösungen bereit, die sie benötigen, um ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, z. B. Maximierung der Produktionseffizienz und Minimierung von Energieverbrauch, Abfall und Emissionen. Durch Partnerschaften mit einer Vielzahl von Stakeholdern fördern wir das Sammeln und Recyceln – ein wesentlicher Faktor der kohlenstoffarmen Kreislaufwirtschaft. Im Jahr 2019 haben wir eine Reihe wichtiger Partnerschaften zur Weiterentwicklung von Recycling und Kreislaufwirtschaft gebildet, darunter die innovative 3R Initiative und die Allianz 4evergreen sowie verschiedene lokale Initiativen in den Ländern, in denen wir tätig sind. 

Ein besonders bemerkenswertes Ergebnis all dieser Bemühungen sind unsere Fortschritte in Richtung unseres Hauptklimaziels für 2020: unsere Emissionen trotz des Geschäftswachstums auf das Niveau von 2010 zu begrenzen. Tatsächlich sind wir unserem Ziel voraus und haben die Gesamtemissionen bereits um 13 % reduziert. Mit Blick auf die Zukunft wollen wir unsere Anstrengungen mit einem noch ehrgeizigeren Ziel verstärken: bis 2030 in unseren eigenen Betrieben Netto-Treibhausgasemissionen (THG) von Null zu erreichen und ähnlich ambitiös in Schlüsselbereichen der Wertschöpfungskette bis 2050. Wir sind der festen Überzeugung, dass konkrete Schritte wie diese erforderlich sind, um unser Wachstum voranzutreiben und gleichzeitig die Auswirkungen auf den Planeten zu minimieren.  

Wie eingangs erwähnt, geht unser Nachhaltigkeitskonzept noch über unser Engagement für die Umwelt hinaus. Denn dazu zählen wir auch den Schutz von Lebensmitteln, was in unserer Vision zum Ausdruck kommt: „Wir verpflichten uns, Lebensmittel überall sicher und verfügbar zu machen.“ Angesichts der COVID-19-Pandemie ist diese Vision wichtiger denn je. Die Art und Weise, wie wir Lösungen bereitstellen, ändert sich jedoch, insbesondere aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung. Diese Trends bieten neue Möglichkeiten für eine noch bessere Lebensmittelsicherheit und -qualität und gleichzeitig für eine höhere Flexibilität, Effizienz und Nachhaltigkeit der Produktion.

Darüber hinaus arbeiten wir schon lange daran, den weltweiten Zugang zu sicheren Lebensmitteln zu verbessern. Seit Jahrzehnten beteiligen wir uns an der Entwicklung von Schulspeisungs- und Ernährungsprogrammen und arbeiten dafür mit Partnern auf der ganzen Welt zusammen. Allein im letzten Jahr profitierten rund 68 Millionen Schulkinder von diesen Initiativen, die nicht nur eine verbesserte Ernährung und bessere Bildungsergebnisse sorgten, sondern auch die lokale Landwirtschaft unterstützen und die wirtschaftliche Entwicklung förderten. In jüngerer Zeit haben wir ein Modell für Molkereizentren entwickelt, um eine langfristige Versorgung mit lokal erzeugter Qualitätsmilch ohne erhöhte Kosten für die Milchsammlung zu sichern und um die Lebensgrundlage vieler Tausend Kleinbauern zu verbessern. 

Schließlich setzen wir uns für den Schutz von Menschen ein. Dies schließt unsere eigenen Mitarbeiter ein, indem wir ihnen einen dynamischen und produktiven Arbeitsplatz mit angemessenen Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten.  

Ebenso wichtig ist es für uns, die Vielfalt unserer Belegschaft zu fördern und durch verschiedene Maßnahmen wie Schulung, Einstellungsbemühungen und Talentförderung eine integrative Kultur zu begünstigen. Dazu gehört auch der Schutz der Gemeinschaften, in denen wir und unsere Lieferanten tätig sind, und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, damit die Menschen- und Arbeitsrechte respektiert sowie Transparenz und aktive Kommunikation entlang der Wertschöpfungskette unterstützt werden.

Positive Veränderungen vorantreiben

Obwohl wir beim Schutz von Lebensmitteln, Menschen und des Planeten erhebliche Fortschritte erzielt haben, streben wir nach noch mehr. Daher haben wir ein so ehrgeiziges neues Klimaziel mit der entsprechenden Politik aufgestellt, das unser Engagement für Nachhaltigkeit widerspiegelt. Erstens, durch unsere eigenen Aktivitäten, Innovationen und Fachkenntnisse mit gutem Beispiel voranzugehen. Und zweitens durch Partnerschaften zu führen.  

2019 haben wir unsere neue Strategie 2030 angekündigt, die unser Unternehmen in den nächsten zehn Jahren leiten wird. Eine der zentralen Säulen ist unser „Vorangehen in Sachen nachhaltiger Wandel“ mit folgenden zwei Zielen: „Vorangehen bei Lösungen für eine kohlenstoffarme Kreislaufwirtschaft“ und „Verbessern der Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette". Auch dies ist wieder ein deutliches Zeichen für unser Engagement und unseren Ehrgeiz, positive Veränderungen sowohl als Unternehmen als auch als einer von vielen Stakeholdern der Branche voranzutreiben. Daher der Titel dieses Berichts „Wandel ermöglichen“, der eine neue Etappe in unserer Entwicklungsarbeit einläutet. Ich freue mich sehr über Ihr Feedback zu diesem Bericht und unsere Leistung. 

Adolfo Orive 
President und CEO von Tetra Pak

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