ROHSTOFFE UND BESCHAFFUNG

Verbrauchte Rohstoffe nach wichtigen Ausgangsmaterialien

Verbrauchte Rohstoffe nach wichtigen Ausgangsmaterialien

Die Zahlen in diesem Abschnitt beziehen sich auf die Rohstoffe zur Herstellung unserer Kartonverpackungen. Dazu gehören beispielsweise Laminierungen, Verschlüsse, Trinkhalme, Bänder und Folien. Im Diagramm werden die relativen Anteile jedes einzelnen Rohstoffs aufgeführt, aus dem unsere Verpackungen bestehen.
Verpackungsrohstoffverbrauch nach Gewicht (GRI 301-1)

Verpackungsrohstoffverbrauch nach Gewicht (GRI 301-1)

Verpackungen mit FSC-Siegel

Verpackungen mit FSC-Siegel

Seit wir 2007 den ersten mit FSC-Siegel gekennzeichneten Getränkekarton auf den Markt brachten, ist die Zahl der von uns an unsere Kunden gelieferten Verpackungen mit FSC-Siegel kontinuierlich gestiegen.

KLIMA UND ENERGIE

 

Auswirkungen der Wertschöpfungskette auf das Klima

Unser Klimaziel für 2020 ist das Einfrieren von Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf dem Stand von 2010 bei gleichzeitigem Unternehmenswachstum.

Treibhausgas-Emissionen in der Wertschöpfungskette

Treibhausgas-Emissionen in der Wertschöpfungskette

Die größten Klimaauswirkungen lassen sich dem Energieverbrauch zuordnen, sowohl bei unseren eigenen betrieblichen Abläufen als auch in der gesamten Wertschöpfungskette. Fast 90 % der THG-Emissionen in unserer Wertschöpfungskette stammen aus der Herstellung der Verpackungsrohstoffe, die wir von unseren Lieferanten beziehen, sowie aus dem Betrieb der Prozess- und Verpackungsanlagen, die wir an unsere Kunden verkaufen.
Aufschlüsselung der Klimabelastung unserer Wertschöpfungskette

Aufschlüsselung der Klimabelastung unserer Wertschöpfungskette

Die Aufschlüsselung der Gesamtemissionen der Wertschöpfungskette nach den so genannten Scopes des GHG-Protokolls ist in der nachstehenden Tabelle dargestellt. Die Scope-3-Ergebnisse von Tetra Pak pro Kategorie können auf dem Berichtssystem des CDP (Carbon Disclosure Project) eingesehen werden.

Fußnoten für die Tabelle:

*Basierend auf marktbasierter Scope 2-Berichterstattung. Das ortsbasierte Scope 2-Ergebnis 2018 beträgt 336 kt Kohlendioxidäquivalente.
**Einschließlich der folgenden Scope 3-Kategorien: 1, 3, 4, 5, 6, 9, 11 und 12.
***Die Verringerung der Emissionen wird berechnet, indem die absoluten Emissionen der Wertschöpfungskette mit denen des Vorjahres und denen des Jahres 2010 (Referenzjahr für unser Klimaziel 2020) verglichen werden.
Weitere Informationen zur Berichterstattung über Treibhausgasemissionen finden Sie unter Messung und Berichterstattung.

Aufschlüsselung der Gesamtemissionen unserer Wertschöpfung

Klimaauswirkungen der Tetra Pak-Betriebe

Die Klimabelastung unserer betrieblichen Abläufe ergibt sich aus den Emissionen in Scope 1 und 2. Scope-1-Emissionen umfassen direkte Emissionen aus unseren eigenen betrieblichen Abläufen, einschließlich Kraftstoffverbrauch und die Verwendung von Kälte- und Lösungsmitteln. Scope-2-Emissionen umfassen indirekte Emissionen durch zugekauften Strom, Wärme, Dampf oder Kühlung. Unsere Scope-2-Gesamtemissionen für 2018 wurden anhand der „marktbasierten” Bewertungsmethode errechnet. Dies bedeutet, dass wir, soweit verfügbar, lieferantenspezifische Emissionsraten

gemäß der Scope-2-Qualitätskriterien des Treibhausgas-Protokolls verwendet haben und dass unsere Ergebnisse die Nutzung des erneuerbaren Stroms an unseren Standorten widerspiegeln. Neben der Verringerung der Emissionen entlang der Wertschöpfungskette konnten wir auch Scope-1- und Scope-2-Emissionen reduzieren.

2018 gingen unsere Scope-1- und -2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2017 um 7 % zurück. Gleichzeitig machten wir gute Fortschritte hinsichtlich unserer wissenschaftlich ermittelten Emissionsrückgangsziele für die Jahre 2030 und 2040. Hauptgründe für die Reduzierung unserer Emissionen waren Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Energieeffizienz unserer Standorte sowie die verstärkte Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen bei unseren betrieblichen Abläufen. Hauptfaktor für unsere Scope-1- und -2-Emissionen ist der an unseren Standorten zugekaufte Strom, der 71 % ausmacht.

THG-Emissionen (Scope 1 und 2)

THG-Emissionen (Scope 1 und 2)

Treibhausgas-Emissionen (Scope 1 und 2) nach Emissionsquelle

Treibhausgas-Emissionen (Scope 1 und 2) nach Emissionsquelle

THG-Emissionsintensität bei der Herstellung von Verpackungsmaterial (Scope 1 und 2, GRI 305-4)

THG-Emissionsintensität bei der Herstellung von Verpackungsmaterial (Scope 1 und 2, GRI 305-4)

Wir kontrollieren die Stärke der Emissionen unserer Verpackungsmaterialwerke durch Messung der erzeugten Scope-1- und -2-Emissionen pro produzierter Million Standardpackungen.
Energienutzung (GRI 302-1)

Energienutzung der Tetra Pak Betriebe (GRI 302-1)

Die berichtete Energienutzung umfasst zugekauften und am Standort erzeugten Strom, die Verwendung fossiler Brennstoffe wie Erdgas und Fernwärme (Heißwasser/Dampf). Die meiste Energie für unsere betrieblichen Abläufe gewinnen wir aus Strom. Brennstoffe werden für die Erhitzung sowie für spezifische Prozesse wie die Trocknung von Druckfarben eingesetzt. Die Diagramme zeigen den Gesamtenergieverbrauch unserer weltweiten betrieblichen Abläufe. Die Energienutzung ist trotz steigender Produktion relativ konstant geblieben. 2018 waren unsere Produktionswerke für 76 % der gesamten Energienutzung unserer betrieblichen Abläufe verantwortlich.
Energienutzungstabelle, Nachhaltigkeit
Energienutzung nach Funktion

Energienutzung nach Funktion

Energienutzung nach Quelle

Energienutzung nach Quelle

Zugekaufter Strom ist die Hauptenergiequelle für unsere Geschäftstätigkeit. 55 % des im Jahr 2018 verbrauchten Stroms stammten aus erneuerbaren Quellen.
Stromverbrauch

Stromverbrauch

Energieintensität in der Herstellung von Verpackungsmaterial (GRI 302-3)

Energieintensität in der Herstellung von Verpackungsmaterial (GRI 302-3)

Wir kontrollieren die Energieintensität unserer Verpackungsmaterialwerke durch Messung des Energieverbrauchs bei der Produktion von einer Million Standardpackungen. Anhand des Diagramms unten wird deutlich, dass dieser Wert in den vergangenen Jahren ohne große Schwankungen relativ konstant geblieben ist.

SONSTIGE EMISSIONEN IN DIE LUFT

Ozonschichtzerstörende Substanzen

Ozonschichtzerstörende Substanzen

Emissionen von ozonschichtzerstörenden Stoffen aus FCKW-/HCKW-Leckagen. Gemäß einer Richtlinie von Tetra Pak sollen FCKW, Halon und alle anderen Substanzen mit hohem Treibhauspotenzial durch alternative Substanzen mit geringerer Umweltbelastung ersetzt werden. Seit der Implementierung dieser Richtlinie sind unsere Emissionen von ozonschichtzerstörenden Substanzen auf ein vernachlässigbares Niveau gesunken.
Flüchtige organische Verbindungen (VOCs)

Flüchtige organische Verbindungen (VOCs)

VOC-Emissionen entstehen größtenteils aus in Druckfarbe verwendeten Lösungsmitteln und zu einem geringen Teil auch während der Druckplattenherstellung. Die nachfolgenden Zahlen stehen für die gesamten VOC-Emissionen in die Atmosphäre nach der Abgasreinigung.
VOC-Emissionsintensität bei der Herstellung von Verpackungsmaterial

VOC-Emissionsintensität bei der Herstellung von Verpackungsmaterial

In nachfolgenden Diagramm sind unsere VOC-Emissionen pro hergestellter Million Standardpackungen abgebildet.

BETRIEBSABFÄLLE

Produktionsabfälle im Bereich Verpackungsmaterial

Produktionsabfälle im Bereich Verpackungsmaterial

Materialabfall wird als Differenz zwischen den verbrauchten Rohstoffen und dem hergestellten Verpackungsmaterial berechnet. Mit dem Materialabfallquotienten wird der werksspezifische gewichtete durchschnittliche Prozentsatz an Abfall angegeben. In der Abbildung unten ist die stetige Abnahme an Verpackungsmaterialabfall über die Jahre zu erkennen. Diagramm Abfallwirtschaft nach Zielbereich
Abfallmanagement Betriebsabfälle

Abfallmanagement Betriebsabfälle

Der gemeldete Abfall umfasst die Handhabung aller an den Fertigungs- und Ausrüstungsmontagestandorten erzeugten Feststoffabfälle, einschließlich der Produktionsabfälle, sowie alle anderen an den Standorten anfallenden Abfälle. Im Diagramm sind die relativen Anteile der Abfallarten aufgeführt, die recycelt, verbrannt (mit oder ohne energetischer Verwertung) und zur Mülldeponie gebracht werden.

WASSER

 

Die Daten in diesem Abschnitt zeigen die Gesamtwasserentnahme aller Tetra-Pak-Standorte. Die von uns verbrauchte Wassermenge ist moderat. Dennoch versuchen wir, den Verbrauch so gering wie möglich zu halten. Unsere Verpackungsmaterialwerke zeichnen für den Großteil des Wasserverbrauchs verantwortlich. Es folgen die betrieblichen Abläufe zur Montage von Maschinen und Anlagen.

Wasserverbrauch des Unternehmens

Wasserverbrauch des Unternehmens

Wasserverbrauch nach Quelle

Wasserverbrauch nach Quelle

Wassernutzungsintensität bei der Herstellung von Verpackungsmaterial

Wassernutzungsintensität bei der Herstellung von Verpackungsmaterial

Ähnlich wie bei der Messung der Energieintensität kontrollieren wir den Wasserverbrauch unserer Produktionsstandorte für Kartonverpackungen pro eine Million hergestellter Standardpackungen.

MANAGEMENTSYSTEM-ZERTIFIZIERUNG

Managementsystem-Zertifizierung

Tetra Pak engagiert sich weit über gesetzliche Anforderungen hinaus und stellt durch die Einhaltung internationaler Umweltschutzstandards sicher, dass Umweltfragen und Umweltbelastungen systematisch behandelt werden. Stand der Zertifizierung unserer Produktionsstandorte Ende 2018:

  • ISO 14001: 98 % unserer Werke waren gemäß der ISO-Norm 14001 für Umweltmanagementsysteme zertifiziert; die Zertifizierung der restlichen 2 % läuft bereits.

  • OHSAS 18001: Im Jahr 2018 bewahrten wir die 100-prozentige Konformität unserer Produktionswerke mit der weltweiten Arbeitsschutznorm OHSAS 18001.

  • ISO 50001: Darüber hinaus sind unsere ersten fünf Fabriken nach der ISO-Norm 50001 für Energiemanagementsysteme zertifiziert.

RECYCLING VON GETRÄNKEKARTONS

 

Wir sammeln aus allen Märkten, in denen wir weltweit aktiv sind, Recyclingdaten. Die gemeldete Recyclingquote für gebrauchte Getränkekartons (BC) basiert auf dem Anteil der gesammelten und dem Recycling zugeführten BC. Wir verwenden, sofern verfügbar, Informationen zum BC-Recycling aus öffentlichen Quellen (z. B. von der „Alliance for Beverage Cartons and the Environment“, Organisationen zur Wiederverwertung von Verpackungen etc.) und konsolidieren unsere interne Berichterstattung mithilfe von Beiträgen unserer lokalen Recyclingteams, um sicherzustellen, dass wir mit möglichst umfassenden Daten arbeiten.

Gesamtvolumen der recycelten Getränkekartons und Recyclingquote

Gesamtvolumen der recycelten Getränkekartons und Recyclingquote