Tetra Pak macht weitere Fortschritte beim nachhaltigen Wandel

Aktueller Nachhaltigkeitsbericht mit neuen Meilensteinen in den Bereichen Klima, Recycling, Lebensmittelsysteme und weiteren Kategorien

Lausanne (Schweiz) (5. Juni 2023): Heute veröffentlicht Tetra Pak den Nachhaltigkeitsbericht für das GJ 22[1], in dem die Nachhaltigkeitsfortschritte des Unternehmens in verschiedenen Kategorien vorgestellt werden. Die mittlerweile 24. Auflage des Berichts zeigt, dass Nachhaltigkeit nach wie vor ein zentrales Element der Tetra Pak Strategie darstellt und bei allen Entscheidungen höchste Priorität hat.

Im Jahr 2022 hat Tetra Pak wichtige Meilensteine erreicht, die Treibhausgasemissionen seiner Betriebe um 39 % reduziert[2] und 84 % seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen gedeckt[3]. Das Unternehmen ist somit auf dem besten Weg, sein Netto-Null-Ziel in den eigenen Betrieben bis 2030 zu erreichen. Zusätzlich konnten durch den Verkauf von 8,8 Mrd. pflanzenbasierten Verpackungen[4] und 11,9 Mrd. pflanzenbasierten Verschlüssen insgesamt 131.000 Tonnen CO2[5] eingespart werden. Tetra Pak hat zudem knapp 30 Mio. Euro[6] in den Ausbau von Sammel- und Recyclingsystemen für Getränkekartons investiert und untersucht gemeinsam mit Technologieinkubatoren und Start-ups die Zukunft nachhaltiger Lebensmittel.

All das geschah in einem Jahr, das von erheblicher Unsicherheit geprägt war. Während die Welt noch mit den Nachwirkungen Corona-Pandemie und Verwerfungen in der Lieferkette kämpfte, kamen geopolitische Herausforderungen wie die russische Invasion der Ukraine hinzu. All diese Faktoren haben Unternehmen und Verbraucher vor erhebliche finanzielle Schwierigkeiten gestellt. Die Lebenshaltungskosten sind in die Höhe geschossen, sodass viele Menschen mit Lebensmittelunsicherheit kämpfen.

Adolfo Orive, President und CEO von Tetra Pak, sagt dazu: „Das gegenwärtige Geschäftsumfeld zeigt deutlich, wie dringend wir integrierte, systemische Lösungen benötigen. Nur auf diese Weise können wir den nötigen Wandel schnell und umfassend genug vorantreiben, dadurch den Zugang zu Lebensmitteln verbessern und gleichzeitig die Umweltbelastung so senken, dass niemand zurückgelassen wird. Aus diesem Grund verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz im Hinblick auf fünf miteinander verbundene und voneinander abhängige Bereiche, in denen wir den größten Beitrag leisten können: Lebensmittelsysteme, Kreislaufwirtschaft, Klima, Natur und Sozialverträglichkeit.“

Der Nachhaltigkeitsbericht von Tetra Pak für das GJ 22 hebt die Erfolge des vergangenen Jahres und die laufenden Initiativen des Unternehmens beim Schutz von Lebensmitteln, Menschen und des Planeten hervor. Dazu gehören:

  • Test einer Branchenneuheit in Form einer Faserbarriere, welche die dünne Aluminiumschicht in aseptischen Kartonverpackungen ersetzt – ein großer Schritt auf dem Weg zu einer vollständig aus nachwachsenden bzw. recycelten Rohstoffen bestehenden aseptischen Verpackung.
  • Auszeichnung für die Führungsrolle im Bereich unternehmerische Transparenz und die Leistungen bei der Bekämpfung von Klimawandel und Entwaldung durch die globale Non-Profit-Umweltorganisation CDP und somit im vierten Jahr in Folge eine Platzierung auf der prestigeträchtigen A-Liste  
  • Entwicklung neuer Verarbeitungsmethoden für Sojagetränke sowie einer neuen Technologie, mit dem aus Treber[7] ein pflanzenbasiertes Getränk wird (weniger Abfall, mehr Nährstoffe)
  • Schulernährungsprogramme für 66 Millionen Kinder in 44 Ländern – Zugang zu nahrhaften Getränken, Verbesserung der Gesundheit der Kinder, höhere Anwesenheitsquote in der Schule, Unterstützung der Agrarentwicklung
  • Lieferung von Milch an Molkereien in 22 Molkereizentrum-Projekten mit etwa 44.000 beteiligten Milchbauern, größtenteils Kleinbauern, im Rahmen der langfristigen Bemühungen, lokale Wertschöpfungsketten für Milch aufzubauen
  • Wiederaufforstung von 87 Hektar Regenwald (das entspricht 136 Fußballfeldern) im Rahmen des Araucaria Conservation Programme in Brasilien
  • Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte[8] und Fortschritte bei der Förderung von Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DGI)

Abschließend kommentiert Adolfo: „Mit einer positiven Bilanz im Bereich Umwelt und einem ausgeprägten Engagement für die Zukunft werden wir uns und andere weiterhin dazu motivieren, eng zusammenzuarbeiten und nach nachhaltigen Lösungen für die Probleme zu suchen, denen wir als Gesellschaft gegenüberstehen. Denn schließlich ist das der Kern unseres Ziels: ‚Wir verpflichten uns, dazu beizutragen, die Welt mit sicheren Lebensmitteln zu versorgen. Wir versprechen zu schützen, was gut ist: Lebensmittel, Menschen und den Planeten.‘“

Den vollständigen Bericht für das GJ 22 können Sie hier lesen.
 

Pressekontakte

Lucia Freschi 
Tetra Pak
Tel.: +39 347 2632237
Lucia.freschi@tetrapak.com  

 

1 Geschäftsjahr 2022 (GJ 22): Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022
2 Scope 1, 2 und Geschäftsreisen
3 Ergebnis zusätzlicher Photovoltaikanlagen an Unternehmensstandorten, Kapazitätssteigerung von 5,55 MW im Jahr 2021 auf 8,47 MW im Jahr 2022
4 Angabe ohne „Blend in BIO“ (BiB)-Verkäufe in Brasilien. BiB ist eine Mischung aus 75 % LDPE (Polyethylen niedriger Dichte) und 25 % LDPE auf pflanzlicher Basis.
5 Verglichen mit der CO₂-Menge, die durch fossile Kunststoffe entstanden wäre. Basierend auf internen Berechnungen zur Klimabilanzierung (Menge × Emissionsfaktor) unter Berücksichtigung von 72.700 Tonnen gekaufter pflanzenbasierter Kunststoffe im Jahr 2022. Zur Berechnung der vermiedenen Emissionen verwendet Tetra Pak einen von Dritten validierten Emissionsfaktor für die pflanzenbasierten Polymere aus einer öffentlich verfügbaren Lebenszyklusanalyse von Braskem. Quelle: https://www.braskem.com.br/portal/imgreen arquivos/LCA%20PE%20I’m%20green%20bio-based_FINAL%20EN.pdf
6 Betriebs- und Investitionsausgaben (OpEx, CapEx)
7 Treber ist eine Fachbezeichnung für die nach der Bierherstellung verbleibenden Malzreste. Quelle: https://www.regrained.com/blogs/upcyclist/what-is-spent-grain
8 Die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sind der globale Standard für eine Geschäftsführung, bei der die Menschenrechte beachtet werden. Sie bestehen aus drei Säulen: Erstens: Der Staat ist verpflichtet, Menschen vor unternehmerischen Verstößen gegen die Menschenrechte zu schützen. Der Staat muss folglich alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel (Gesetze, Richtlinien, Vorschriften und Gerichtsentscheide) einsetzen, um eine Gefährdung der Menschenrechte durch Unternehmen zu verhindern. Zweitens: Unternehmen sind verpflichtet, die Menschenrechte zu respektieren. Unternehmen dürfen folglich in ihrer eigenen Einflusssphäre oder in ihren Geschäftsbeziehungen (z. B. mit Partnern, Lieferanten und Kunden) nicht gegen die Menschenrechte verstoßen. Diese Verpflichtung der Unternehmen ist sehr viel schwieriger umzusetzen, wenn der Staat seiner eigenen Verpflichtung nicht nachkommt. Allerdings entbinden solche erschwerten Bedingungen die Unternehmen nicht von ihrer Verpflichtung. Drittens: Der Zugang zu Rechtsmitteln und anderen Abhilfemaßnahmen muss verbessert werden. Staaten und Unternehmen müssen einen aktiven Beitrag leisten, um den Zugang zu Abhilfemaßnahmen (rechtlicher und anderer Art) für alle zu schaffen, die durch einen unternehmensrelevanten Verstoß gegen die Menschenrechte geschädigt oder beeinträchtigt wurden. 

 

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