Krönen Sie Ihre Produktion mit einer Schleife

Warum für Softdrink-Mischlinien eine Schleifenlösung optimal ist

Eine schnell wachsende Anzahl von Zutaten und Lagerartikeln hat die Produktionslandschaft verändert. Dies erfordert eine neue Art von Mischlösung, um zu verhindern, dass die Kosten für das Entleeren all dieser Zutaten explodieren. Die Lösung heißt Ingredient Loop Extension (ILE). 

Hersteller trennen normalerweise die Zufuhr nasser und trockener Zutaten zum Mischer. Dadurch sind mehreren Linien und verschiedene Verarbeitungsmaschinen erforderlich. Mitunter muss für jede pulverförmige Zutat eine separate Trockenlinie verwendet werden. Trockenlinien lassen sich jedoch nicht mit dem herkömmlichen CIP-Verfahren (Cleaning-in-Place) mit Wasser und Chemikalien reinigen. Die Reinigung mit Druckluft reicht nicht aus, um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten. Separate Linien sind häufig eine Anforderung der Lebensmittelvorschriften, um das Kontaminationsrisiko zwischen verschiedenen Pulvern zu verringern. Daher müssen Hersteller möglicherweise in mehrere Pneumatik- oder Schneckenförderern investieren, je nachdem, wie viele unterschiedliche Pulver einer Charge beigemischt werden sollen. Die Kosten für die Ausrüstung zum Entleeren von Pulvern in einen Chargenmischer können dadurch leicht eskalieren.

Um die Sache weiter zu verkomplizieren, können Pulver aufgrund der Explosionsgefahr beim Entleeren den ATEX-Vorschriften unterliegen.

Auch Linien für flüssige Zutaten werden teuer, wenn zum Entleeren der Flüssigkeiten zusätzliche Pumpen angeschafft werden müssen. Die laufenden Kosten steigen außerdem durch den Energie- und Wartungsaufwand der zusätzlichen Pumpen.

Aufnahme von mehreren Dosierungspunkten in einem Kreislauf

Dies ist das typische Szenario in der Softdrink-Produktion. Es gibt jedoch eine erstklassige Lösung, die auf dem revolutionären Konzept einer Rezirkulationsschleife und unserem neuen Tetra Pak® Mixer RJCI 4X basiert. Dieser neue Mischer wurde speziell für das Mischen pulverförmiger und flüssiger Zutaten in der Softdrink-Industrie entwickelt. Das Ingredient Loop Extension-Modul ist optional mit dieser neuen Generation von Radialstrahlmischern erhältlich. Dabei können an beliebiger Stelle entlang der Schleife Einspeisepunkte in Form von Injektoren platziert werden. Diese sind relativ klein und kostengünstiger als Pumpen. Die Injektoren nutzen Vakuum, um sowohl Flüssigkeiten als auch Pulver mittels hydraulischer Förderung in den Chargenmischer zu transportieren. Das eigentliche Mischen erfolgt nicht nur im 3.000-Liter-Tank des Tetra Pak Mixer RJCI 4X, sondern auch in der Hydrauliklinie des gesamten Kreislaufs. Das Produkt zirkuliert darin, bis es seine fertige Konsistenz erreicht hat.

Trockenlinien können jetzt im CIP-Verfahren gereinigt werden

Einen besonders großen Vorteil bietet die Rezirkulationsschleife für trockene Zutaten. Es sind keine separaten Linien erforderlich. Sowohl nasse als auch trockene Zutaten werden direkt in die Rezirkulationsschleife geleitet. Die gesamte Schleife kann in Intervallen mit einem herkömmlichen CIP-Modul mit Natronlauge gereinigt werden. Dies ermöglicht die Einhaltung hoher Hygienestandards ohne das Risiko einer Kreuzkontamination zwischen den pulverförmigen Zutaten. Die normalerweise mit Förderlinien für pulverförmige Zutaten verbundenen Herausforderungen bei der Reinigung können daher vermieden werden.

Dadurch, dass sich der Pulverstaub bei herkömmlichen Lösungen auf einen weiten Bereich der Anlage verteilt, entsteht ein größerer explosionsgefährdeter Bereich. Durch das mit dem Ingredient Loop Extension-Modul mögliche flexible Layout kann hingegen ein spezieller ATEX-Raum in der Anlage eingerichtet werden, um die Explosionsgefahr beim Entleeren von Pulvern einzugrenzen. Auf diese Weise müssen möglicherweise nicht alle offenen Bereiche der Anlage gemäß ATEX-Standards geschützt werden.

So funktioniert der Kreislauf

„Basierend auf jahrelanger Erfahrung haben wir die Technik zur Aufrechterhaltung des Drucks im Kreislauf perfektioniert. Wir haben ein nahezu vollständiges Vakuum geschaffen“, erklärt Denis Steffen, Deputy Design Engineering Manager bei der Tetra Pak Processing Equipment AG in der Schweiz, wo sich der Geschäftsbereich für Softdrinks (ehemals Miteco) befindet. „Am Injektor herrscht hat stets eine ausreichend hohe Saugleistung, egal, wo er sich in der Schleife befindet. Jeder Injektor kann zu- oder abgeschaltet werden. Durch das Deaktivieren nicht benötigter Injektoren kann Energie gespart und der Druck leichter aufrechterhalten werden. Die eingesparte Energie kann für ein effizientes Mischen aufgewendet werden.“

Tetra Pak hat eine lange Innovationsgeschichte in der Softdrink-Verarbeitung. Der patentierte Injektor ist nur ein Beispiel. Unser neuer Tetra Pak Mixer RJCI 4X verfügt außerdem über eine Reihe patentierter Funktionen.

Das Schleifensystem wurde bereits erfolgreich bei großen Softdrink-Herstellern in Großbritannien und den USA installiert. Das als Ingredient Loop Extension (ILE) bezeichnete System hat sich bereits bewährt, indem es Herstellern den Kauf, die Installation und die Wartung einer Reihe zusätzlicher Maschinen wie Pumpen und Förderer erspart. All diese Zusatzmaschinen werden überflüssig, wenn die Zutaten über einen Injektor direkt in den Kreislauf eingespeist werden. Außerdem können dem Kreislauf später weitere Einspeisepunkte hinzugefügt werden, wenn sich Ihre Anforderungen für das Entleeren von Zutaten ändern. Aufgrund der Herausforderungen, die das Dosieren mehrerer Zutaten mit sich bringt, ist das optimale Layout zum Mischen von Softdrinks in der Chargenproduktion nicht linear, sondern zirkulär. Krönen Sie Ihre Produktion mit einer Schleife!